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	<title type="text">Kunst und Kultur</title>
	<subtitle type="text">Hetzel Media: Das News-Portal über die Benelux-Länder. Nachrichten und aktuelle Informationen und Neues über Prinzesin Maxima, Königin Beatrix und Philips, den Ölkonzern Shell, die ING und Jean-Claude Juncker, das luxemburgische Bankgeheimnis, die holländische Tomate, die belgische Praline und den Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen, Brüssel, Den Haag und das Jugoslawien-Tribunal, den Amsterdamer Rotlichtbezirk, den Rotterdamer Hafen und die Dessous-Königin Marlies Dekkers.</subtitle>
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	<updated>2019-02-19T09:11:20Z</updated>
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		<title>Zypern: Rückkehr der Ikonen</title>
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		<published>2013-04-03T15:34:38Z</published>
		<updated>2013-04-03T15:34:38Z</updated>
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		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/icons-head2-03-04-2013.jpg&quot; alt=&quot;Ikonen&quot; title=&quot;Ikonen&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Die ,,&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Glückliche&lt;/span&gt; Monada‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Bizarrer Kunstraub schreibt Rechtsgeschichte:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Zyperns gestohlene Kunstschätze kehren heim/Niederländische Zypriotin Tasoula Hadjitofi machte es möglich&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der frühere zyprische &lt;strong&gt;Erzbischof Christomos I&lt;/strong&gt;. nannte sie ,,meine Monada.‘‘ Nun ist sie eine ,&lt;strong&gt;,glückliche Monada‘&lt;/strong&gt;‘ - eine spirituelle Einheit, die in sich selbst ruht und die für ihre Sache kämpft, mutig, unerschrocken, passioniert. Ihr Name: &lt;strong&gt;Tasoula Hadjitofi&lt;/strong&gt;. Sie ist, frei nach der Monadologie &lt;strong&gt;des Denkers der Aufklärung Gottfried Wilhelm Leibniz ( 1646-1716) &lt;/strong&gt; so eine Art &lt;em&gt;,,immer währender lebendiger Spiegel des Universums.‘‘ Sie hält so manchem den Spiegel&lt;/em&gt; vor. Gestern wie heute. Mit großem Mut und großer Entschlossenheit. Sie drang als eine Art &lt;strong&gt;trojanisches Pferd&lt;/strong&gt; auf eigene Faust in die oft dubiose Welt des illegalen Kunsthandels ein, mit dem Ziel, 1974 aus ihrer Heimat Zypern geraubte Kunstschätze von den kriminellen Kunsthändlern und -Hehlern zurück in ihre Heimat zu holen und deren Netzwerke aufzudecken. Nun ist die ,&lt;strong&gt;,Monada‘‘ Tasoula Hadjitofi&lt;/strong&gt; am Ziel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Urteil&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Denn das Münchner Oberlandesgericht hat im März 2013 ein historisches Urteil gefällt&lt;/strong&gt;. Es entschied nach einem langen juristischen Streit, der mehr als 10 Jahre dauerte, dass rund 400 aus Zypern gestohlene Kunstschätze an Zypern zurück gegeben werden müssen. Sie lagern seit 1997 als sie bei einer Polizeiaktion in München beschlagnahmt worden waren, in der Asservatenkammer des Münchner Gerichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zypriotische Kirche, die Eigentümer dieser Kunstschätze ist, prozessierte mehr als zehn Jahre lang vor deutschen Gerichten bis sie nun endlich Recht bekam. Sie prozessierte gegen den türkischen Kunsthändler&lt;strong&gt; Aydin Dikmen,&lt;/strong&gt; bei dem die gestohlenen Kunstschätze gefunden wurden und der behauptet, sie gehörten ihm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Urteil erlebt die ohnehin bizarre Geschichte um den Kunstraub zypriotischer Ikonen und anderer Kunstwerke aus der frühchristlichen Epoche ihr nächstes und wohl eines der letzten spannenden Kapitel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Beginn&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es begann alles 1974 als die Türkei den nördlichen Teil Zyperns besetzte. In den Kriegswirren wurden seinerzeit unzählige Kunstwerke aus den orthodoxen Kirchen und Klöstern Zyperns gestohlen. Ikonen, Fresken, Mosaike. Im Oktober 1997 dann beschlagnahmte die Münchner Polizei bei einer Durchsuchungsaktion im Hause des türkischen Kunsthändlers Aydin Dikman insgesamt rund 5000 Kunstschätze. Viele  davon stammten aus Zypern. Sie waren dort 1974 gestohlen worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war ein historischer Moment für alle, die an dieser Undercover-Aktion der Münchner Polizei beteiligt waren: Interpol, die zypriotische Regierung und die zypriotische Kirche, aber nicht zuletzt auch für Frau Tasoula Hadjitofi, der früheren Honorar-Konsulin für Zypern in den Niederlanden, wo sie als Unternehmerin seit ihrer gezwungenen Flucht aus ihrer zyprischen&lt;strong&gt; Heimatstadt Famagusta&lt;/strong&gt; lebt. Famagusta wurde 1974 von der Türkei besetzt. Tasoula Hadjitofi und ihre Familie wurden vertrieben. In ihrer neuen Heimat, den Niederlanden, kämpft die Zypriotin seither für die Rückgabe der aus ihrer Heimat gestohlenen Kunstschätze. Frau Hadjitofi ist eigentlich ,,die Spinne im Netz,‘‘ die den Kunstraub auf die Spur kam, die Hehler enttarnte und die der Münchner Polizei den entscheidenden Tipp gab, wo sie die gestohlenen zypriotischen Kunstschätze finden könne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dank ihrer Hilfe und dank ihres Engagements  konnten die gestohlenen Kunstschätze gefunden und von der Münchner Polizei beschlagnahmt werden, wurde der Kunsthändler Aydin Dikman angeklagt und verurteilt. Bereits 1997 konnte Frau Hadjitofi 32 der in München beschlagnahmten Kunstschätze aus ihrer Heimat persönlich zurück nach Zypern bringen, kurz vor Weihnachten. Ihre Landsleute waren hocherfreut über dieses besondere ,,Weihnachtsgeschenk.‘‘&lt;strong&gt; Für Tasoula Hadjitofi war das einer der schönsten Momente in ihrem Leben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;tasoula-helmut-office-03-03-2013&quot; style=&quot;margin-right: 10px; margin-left: 10px;&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/tasoula-helmut-office-03-03-2013.jpg&quot; height=&quot;400&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;img style=&quot;margin-right: 10px; margin-left: 10px;&quot; alt=&quot;tasoula-helmut-office-03-03-2013&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/tasoula-helmut-office-03-03-2013.jpg&quot; height=&quot;300&quot; width=&quot;225&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;T&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;asoula Hadjitofi und Helmut Hetzel in Tasoulas Büro in Den Haag&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hintergrund: Nach ihrer Vertreibung durch die Türken aus ihrer Heimatstadt Famagusta in 1974 als Folge der türkischen Invasion, erfährt Tasoula Hadjitofi in ihrer neuen Heimat, den Niederlanden, von dem umfangreichen Kunstraub in ihrer Heimat. Sie zögert nicht lange. Sie wird zu einer Aktivistin. Sie setzt sich zum Ziel, die geraubten Kunstschätze heim zu holen nach Zypern. Sie beginnt den organisierten illegalen internationalen Kunsthandel zu infiltrieren und zu bekämpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Tasoula Hadjitofi baut ein Netzwerk auf. Es besteht aus der Orthodoxen Kirche Zyperns, einigen Kunsthändlern sowie Regierungsvertretern in Zypern und anderen europäischen Ländern. Ihr Ziel: Die Diebe und Hehler zu finden und an den Pranger zu stellen, die 1974 die Kunstschätze aus ihrer Heimat entwendet hatten.&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ein Großteil dieser gestohlenen Kunstschätze mit ihrer Hilfe 1997 in München beschlagnahmt wird, muss sie jedoch mit Enttäuschung feststellen, dass sie nicht direkt an Zypern zurückgegeben werden können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Juristisches Tauziehen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun beginnt ein kompliziertes juristisches Tauziehen. Es stellt sich nämlich heraus, dass der türkischstämmige Kunsthändler Dikmen bei dem die meisten gestohlenen zypriotischen Kunstschätze gefunden worden waren, nicht mehr verfolgt werden kann. Die ihm zur Last gelegten Delikte sind verjährt. Dikmen prozessiert ebenfalls und behauptet, der rechtmäßige Eigentümer der zypriotischen Kunstwerke zu sein. Eine Rückgabe der Kunstwerke an Zypern wird daher unmöglich. Vorerst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In juristischer Hinsicht erschwerend wirkt ferner, dass die Bundesrepublik Deutschland einen internationalen Vertrag über die Rückgabe von gestohlenen Kunstschätzen aus anderen Ländern zu diesem Zeitpunkt noch nicht ratifiziert hat. Folge: Die Eigentümer der Kunstschätze haben nur die Möglichkeit, in Deutschland um die Herausgabe der Kunstwerke zu prozessieren. Sie müssen ferner dem deutschen Gericht beweisen, dass sie die rechtmäßigen Eigentümer sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Prozesse dauern neun Jahre. Im März 2013 fällt das Oberlandesgericht in München endlich das 152 Seiten umfassende historische Urteil. Es entscheidet, dass der Kunsthändler Dikmen nicht der rechtmäßige Eigentümer der zypriotischen Kunstschätze ist und dass sie an Zypern zurückgegeben werden müssen. Gegen den Richterspruch kann keine Revision eingelegt werden.  Er ist rechtskräftig.&lt;br /&gt;Aydin Dikmen droht nach dem Richterspruch ferner eine Geldstrafe in Höhe von 7,3 Mio. Euro für den Fall, dass er ihn nicht akzeptieren sollte.&lt;br /&gt;Das Gericht entscheidet, dass 173 der 1997 durch die Münchner Polizei bei Dikmen beschlagnahmten Kunstwerke an Zypern zurückgegeben werden müssen. Ein zweites Urteil über 60 weitere zypriotische Kunstschätze steht noch aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Urteil schreibt Rechtsgeschichte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Urteil des Münchner Oberlandesgerichts schreibt aber auch Rechtsgeschichte in der Bundesrepublik Deutschland. Es stellt nämlich erstmals fest, dass geraubte Kunstschätze aus einem anderen Land, die in Deutschland beschlagnahmt werden, an dieses Land, dem sie gehören, zurückgegeben werden müssen - obwohl Deutschland entsprechende internationale Verträge noch nicht ratifiziert hat. Warum eigentlich nicht, fragt man sich in Zypern?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erwartet wird nun, dass die 1974 aus Zypern gestohlenen Kunstschätze noch in diesem Jahr heimkehren werden. Tasoula Hadjitofi hofft, dass dieser Präzedenzfall, den das Münchner Urteil darstellt, nun auch international Schule macht. Es geht um nicht mehr als um die Frage, ob&lt;strong&gt; gestohlenes kulturelles Erbgut&lt;/strong&gt; eines Staates an diesen Staat zurück gegeben werden muss, wenn es nach einem Diebstahl plötzlich anderswo wieder auftaucht. Darüber müssen internationale Absprachen gemacht und Verträge geschlossen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die bizarre Kunstraubgeschichte der Ikonen aus Zypern könnte so neues Völkerrecht schreiben. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;www.thepostonline.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;www.thepostonline.nl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;www.tasoulahadjitofi.com&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/icons-head2-03-04-2013.jpg&quot; alt=&quot;Ikonen&quot; title=&quot;Ikonen&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Die ,,&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Glückliche&lt;/span&gt; Monada‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Bizarrer Kunstraub schreibt Rechtsgeschichte:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Zyperns gestohlene Kunstschätze kehren heim/Niederländische Zypriotin Tasoula Hadjitofi machte es möglich&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der frühere zyprische &lt;strong&gt;Erzbischof Christomos I&lt;/strong&gt;. nannte sie ,,meine Monada.‘‘ Nun ist sie eine ,&lt;strong&gt;,glückliche Monada‘&lt;/strong&gt;‘ - eine spirituelle Einheit, die in sich selbst ruht und die für ihre Sache kämpft, mutig, unerschrocken, passioniert. Ihr Name: &lt;strong&gt;Tasoula Hadjitofi&lt;/strong&gt;. Sie ist, frei nach der Monadologie &lt;strong&gt;des Denkers der Aufklärung Gottfried Wilhelm Leibniz ( 1646-1716) &lt;/strong&gt; so eine Art &lt;em&gt;,,immer währender lebendiger Spiegel des Universums.‘‘ Sie hält so manchem den Spiegel&lt;/em&gt; vor. Gestern wie heute. Mit großem Mut und großer Entschlossenheit. Sie drang als eine Art &lt;strong&gt;trojanisches Pferd&lt;/strong&gt; auf eigene Faust in die oft dubiose Welt des illegalen Kunsthandels ein, mit dem Ziel, 1974 aus ihrer Heimat Zypern geraubte Kunstschätze von den kriminellen Kunsthändlern und -Hehlern zurück in ihre Heimat zu holen und deren Netzwerke aufzudecken. Nun ist die ,&lt;strong&gt;,Monada‘‘ Tasoula Hadjitofi&lt;/strong&gt; am Ziel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Urteil&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Denn das Münchner Oberlandesgericht hat im März 2013 ein historisches Urteil gefällt&lt;/strong&gt;. Es entschied nach einem langen juristischen Streit, der mehr als 10 Jahre dauerte, dass rund 400 aus Zypern gestohlene Kunstschätze an Zypern zurück gegeben werden müssen. Sie lagern seit 1997 als sie bei einer Polizeiaktion in München beschlagnahmt worden waren, in der Asservatenkammer des Münchner Gerichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zypriotische Kirche, die Eigentümer dieser Kunstschätze ist, prozessierte mehr als zehn Jahre lang vor deutschen Gerichten bis sie nun endlich Recht bekam. Sie prozessierte gegen den türkischen Kunsthändler&lt;strong&gt; Aydin Dikmen,&lt;/strong&gt; bei dem die gestohlenen Kunstschätze gefunden wurden und der behauptet, sie gehörten ihm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Urteil erlebt die ohnehin bizarre Geschichte um den Kunstraub zypriotischer Ikonen und anderer Kunstwerke aus der frühchristlichen Epoche ihr nächstes und wohl eines der letzten spannenden Kapitel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Beginn&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es begann alles 1974 als die Türkei den nördlichen Teil Zyperns besetzte. In den Kriegswirren wurden seinerzeit unzählige Kunstwerke aus den orthodoxen Kirchen und Klöstern Zyperns gestohlen. Ikonen, Fresken, Mosaike. Im Oktober 1997 dann beschlagnahmte die Münchner Polizei bei einer Durchsuchungsaktion im Hause des türkischen Kunsthändlers Aydin Dikman insgesamt rund 5000 Kunstschätze. Viele  davon stammten aus Zypern. Sie waren dort 1974 gestohlen worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war ein historischer Moment für alle, die an dieser Undercover-Aktion der Münchner Polizei beteiligt waren: Interpol, die zypriotische Regierung und die zypriotische Kirche, aber nicht zuletzt auch für Frau Tasoula Hadjitofi, der früheren Honorar-Konsulin für Zypern in den Niederlanden, wo sie als Unternehmerin seit ihrer gezwungenen Flucht aus ihrer zyprischen&lt;strong&gt; Heimatstadt Famagusta&lt;/strong&gt; lebt. Famagusta wurde 1974 von der Türkei besetzt. Tasoula Hadjitofi und ihre Familie wurden vertrieben. In ihrer neuen Heimat, den Niederlanden, kämpft die Zypriotin seither für die Rückgabe der aus ihrer Heimat gestohlenen Kunstschätze. Frau Hadjitofi ist eigentlich ,,die Spinne im Netz,‘‘ die den Kunstraub auf die Spur kam, die Hehler enttarnte und die der Münchner Polizei den entscheidenden Tipp gab, wo sie die gestohlenen zypriotischen Kunstschätze finden könne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dank ihrer Hilfe und dank ihres Engagements  konnten die gestohlenen Kunstschätze gefunden und von der Münchner Polizei beschlagnahmt werden, wurde der Kunsthändler Aydin Dikman angeklagt und verurteilt. Bereits 1997 konnte Frau Hadjitofi 32 der in München beschlagnahmten Kunstschätze aus ihrer Heimat persönlich zurück nach Zypern bringen, kurz vor Weihnachten. Ihre Landsleute waren hocherfreut über dieses besondere ,,Weihnachtsgeschenk.‘‘&lt;strong&gt; Für Tasoula Hadjitofi war das einer der schönsten Momente in ihrem Leben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;tasoula-helmut-office-03-03-2013&quot; style=&quot;margin-right: 10px; margin-left: 10px;&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/tasoula-helmut-office-03-03-2013.jpg&quot; height=&quot;400&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;img style=&quot;margin-right: 10px; margin-left: 10px;&quot; alt=&quot;tasoula-helmut-office-03-03-2013&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/tasoula-helmut-office-03-03-2013.jpg&quot; height=&quot;300&quot; width=&quot;225&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;T&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;asoula Hadjitofi und Helmut Hetzel in Tasoulas Büro in Den Haag&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hintergrund: Nach ihrer Vertreibung durch die Türken aus ihrer Heimatstadt Famagusta in 1974 als Folge der türkischen Invasion, erfährt Tasoula Hadjitofi in ihrer neuen Heimat, den Niederlanden, von dem umfangreichen Kunstraub in ihrer Heimat. Sie zögert nicht lange. Sie wird zu einer Aktivistin. Sie setzt sich zum Ziel, die geraubten Kunstschätze heim zu holen nach Zypern. Sie beginnt den organisierten illegalen internationalen Kunsthandel zu infiltrieren und zu bekämpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Tasoula Hadjitofi baut ein Netzwerk auf. Es besteht aus der Orthodoxen Kirche Zyperns, einigen Kunsthändlern sowie Regierungsvertretern in Zypern und anderen europäischen Ländern. Ihr Ziel: Die Diebe und Hehler zu finden und an den Pranger zu stellen, die 1974 die Kunstschätze aus ihrer Heimat entwendet hatten.&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ein Großteil dieser gestohlenen Kunstschätze mit ihrer Hilfe 1997 in München beschlagnahmt wird, muss sie jedoch mit Enttäuschung feststellen, dass sie nicht direkt an Zypern zurückgegeben werden können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Juristisches Tauziehen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun beginnt ein kompliziertes juristisches Tauziehen. Es stellt sich nämlich heraus, dass der türkischstämmige Kunsthändler Dikmen bei dem die meisten gestohlenen zypriotischen Kunstschätze gefunden worden waren, nicht mehr verfolgt werden kann. Die ihm zur Last gelegten Delikte sind verjährt. Dikmen prozessiert ebenfalls und behauptet, der rechtmäßige Eigentümer der zypriotischen Kunstwerke zu sein. Eine Rückgabe der Kunstwerke an Zypern wird daher unmöglich. Vorerst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In juristischer Hinsicht erschwerend wirkt ferner, dass die Bundesrepublik Deutschland einen internationalen Vertrag über die Rückgabe von gestohlenen Kunstschätzen aus anderen Ländern zu diesem Zeitpunkt noch nicht ratifiziert hat. Folge: Die Eigentümer der Kunstschätze haben nur die Möglichkeit, in Deutschland um die Herausgabe der Kunstwerke zu prozessieren. Sie müssen ferner dem deutschen Gericht beweisen, dass sie die rechtmäßigen Eigentümer sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Prozesse dauern neun Jahre. Im März 2013 fällt das Oberlandesgericht in München endlich das 152 Seiten umfassende historische Urteil. Es entscheidet, dass der Kunsthändler Dikmen nicht der rechtmäßige Eigentümer der zypriotischen Kunstschätze ist und dass sie an Zypern zurückgegeben werden müssen. Gegen den Richterspruch kann keine Revision eingelegt werden.  Er ist rechtskräftig.&lt;br /&gt;Aydin Dikmen droht nach dem Richterspruch ferner eine Geldstrafe in Höhe von 7,3 Mio. Euro für den Fall, dass er ihn nicht akzeptieren sollte.&lt;br /&gt;Das Gericht entscheidet, dass 173 der 1997 durch die Münchner Polizei bei Dikmen beschlagnahmten Kunstwerke an Zypern zurückgegeben werden müssen. Ein zweites Urteil über 60 weitere zypriotische Kunstschätze steht noch aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Urteil schreibt Rechtsgeschichte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Urteil des Münchner Oberlandesgerichts schreibt aber auch Rechtsgeschichte in der Bundesrepublik Deutschland. Es stellt nämlich erstmals fest, dass geraubte Kunstschätze aus einem anderen Land, die in Deutschland beschlagnahmt werden, an dieses Land, dem sie gehören, zurückgegeben werden müssen - obwohl Deutschland entsprechende internationale Verträge noch nicht ratifiziert hat. Warum eigentlich nicht, fragt man sich in Zypern?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erwartet wird nun, dass die 1974 aus Zypern gestohlenen Kunstschätze noch in diesem Jahr heimkehren werden. Tasoula Hadjitofi hofft, dass dieser Präzedenzfall, den das Münchner Urteil darstellt, nun auch international Schule macht. Es geht um nicht mehr als um die Frage, ob&lt;strong&gt; gestohlenes kulturelles Erbgut&lt;/strong&gt; eines Staates an diesen Staat zurück gegeben werden muss, wenn es nach einem Diebstahl plötzlich anderswo wieder auftaucht. Darüber müssen internationale Absprachen gemacht und Verträge geschlossen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die bizarre Kunstraubgeschichte der Ikonen aus Zypern könnte so neues Völkerrecht schreiben. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;www.thepostonline.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;www.thepostonline.nl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;www.tasoulahadjitofi.com&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
	</entry>
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		<title>In memorial Johannes Heesters</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/328-in-memorial-johannes-heesters"/>
		<published>2011-12-25T09:52:06Z</published>
		<updated>2011-12-25T09:52:06Z</updated>
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		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img height=&quot;300&quot; width=&quot;209&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/heesters_mit_zylinder.jpg&quot; alt=&quot;heesters_mit_zylinder&quot; style=&quot;margin-left: 10px; margin-right: 10px;&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Bye bye Jopie &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Johannes Heesters - Der Robbie Williams seiner Zeit&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Rückblick: Sein letzter Auftritt in seiner Geburtsstadt Amersfoort am 17.2.2008 &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Amersfoort. Die Spannung steigt. Theaterintendant &lt;strong&gt;Pieter Erkelens&lt;/strong&gt; eröffnet das Konzert. &lt;strong&gt;Seine Frau Simone Rethel&lt;/strong&gt; kündigt ihn. Dann steht er plötzlich da auf der Bühne. Schwarzer Frack und Fliege. Elegant mit dem Rücken ans Klavier gelehnt. Er wirkt mit seinem noch vollen grauen Haar fast wie ein 70jähriger. Doch der Mann, der da steht, ist 104 Jahre alt. Sein Name. Johannes Heesters. &lt;strong&gt;,,Ich bin so glücklich, dass ich hier bin,‘‘&lt;/strong&gt; lautet der erste Satz an seine niederländischen Landsleute vor denen die Showlegende Heesters zum ersten Mal seit 44 Jahren wieder auftritt. ,,Wir auch, wir auch, Jopie,‘‘ ruft ein Theatergast zurück. Dann erhebt sich das Publikum im ausverkauften &lt;strong&gt;Theater De Flint in Amersfoort&lt;/strong&gt; von den Stühlen. Minutenlange stehende Ovationen für den verlorenen Sohn, der 74 Jahre nachdem er die Niederlande verließ, in seine Geburtsstadt Amersfoort zurückgekehrt ist. Ein Herzenswunsch geht für Heesters in Erfüllung. 104 Jahre alt, fast blind, aber eine Stimme wie ein Dreißigjähriger. Jopie Heesters genießt seinen Auftritt und singt als erstes, als Hommage an seine Landsleute und sein Heimatland: &lt;strong&gt;,,O, mijn mooie Westertoren,‘‘&lt;/strong&gt; ein Ode an die Westerkerk in Amsterdam, jener Stätte in der der große Maler Rembrandt seine letzte Ruhe fand. Heesters singt seinen letzten großen Hit, den er 1934 in Holland hatte, bevor er über Wien nach Berlin ging, um dort seine Karriere fortzusetzen, im Amsterdamer Dialekt, so wie damals 1934. Für einen Moment scheint es, als stehe die Zeit still. Das Publikum ist begeistert. Wieder stehende Ovationen für Heesters, Bravo, Bravo-Rufe und immer wieder: Jopie, Jopie, Jopie!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Die Stimmung steigt&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So ist die Stimmung im Theater De Flint während des historischen Konzerts der Operettenlegende Johannes Heestes in seiner Heimat. Draußen vor dem Theater ist sie ganz anders. Bei strahlendem Sonnenschein und eisiger Kälte demonstrieren kurz vor Konzertbeginn einige Dutzend Niederländer gegen den Auftritt von Johannes Heesters in seiner Heimatstadt. ,,Er ist ein Opportunist. Er hat nur an seine Karriere und ans Geldverdienen gedacht, als er für die Nazis sang,‘‘ empört sich Jordy Klabbers. Er ist 21 Jahre jung, nennt sich ,,Antifaschist‘‘ und ,,Kommunist.‘‘ Während Klabbers, das zu uns sagt, steigt Jacobus Meijer von seinem Fahrrad. ,,Das ist doch Unsinn, was Du da erzählst. Heesters war kein Nazi. Er ist vor dem Krieg nach Deutschland gegangen, das kann man ihm doch heute nicht vorwerfen. Ich mag seine Musik,‘‘ empört sich der 57jährige Meijer. ,,Ich bin wie Heesters in Amersfoort geboren und ich bin froh, dass er wieder da ist. Er hat nichts verbrochen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Jopie und die Nazi-Zeit&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Anzahl der Medienvertreter vor dem Theater De Flint, die vor allem aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Belgien kommen, sind um ein Vielfaches zahlreicher als die Zahl der Demonstranten, die auf Plakaten Heesters als ,,Nazi-Sänger‘‘ darstellen und seine Anwesenheit im KZ Dachau 1941 immer wieder lautstark rügen. ,,Er hätte sich für seine Auftritte in Deutschland während der Nazi-Zeit bei uns entschuldigen müssen,‘‘ fordert Afko Schoonbeek (71), einer der Demonstranten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Doch das hört der 104jährige Johannes Heesters drinnen im Theater nicht, wo er zusammen mit seiner 58jährigen &lt;strong&gt;Frau Simone&lt;/strong&gt; seine triumphale Rückkehr auf die Bühne in seiner Heimatstadt zu einem großen, zu einem historischen Theaterereignis macht. Lieder aus dem ,,Bettelstudent‘‘ und der ,,Lustigen Witwe‘‘ folgen. Dann der Höhepunkt. Für seine Frau Simone, die er auf Niederländisch ,,Poppie‘‘ nennt, intoniert der 104jährige: ,,Durch Dich wird die Welt erst schön,‘‘ um dann mit typisch niederländischem Humor hinzuzufügen: ,,Für Dich singe ich das Lied gratis. Das Publikum hat dafür bezahlt.‘‘ Überhaupt sprüht Heesters vor Humor und Sarkasmus. Gut, er ist ein Profi, er stand fast sein ganzes Leben lang auf der Bühne, aber was er tut, das wirkt. Als er beispielsweise ganz elegant wie ein Zwanzigjähriger das rechte über das linke Bein schlägt, als er seinen Pianisten Uli Kofler höflich bittet: ,,Hast Du ein Bier für mich ?‘‘ Und als seine Frau Simone ab und zu - für jeden hörbar und beabsichtigt - als Stichwortgeberin für den nächsten Song fungiert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;,,Poppie, wie geht's weiter?‘‘&lt;/strong&gt; fragt Heesters dann.&lt;br /&gt;Das Finale. Johannes Heesters stimmt eine der schönsten holländischen Schnulzen an, ein Lied das fast jeder Niederländer auswendig kennt: ,,O mooie molen....‘‘ (Oh, schöne Windmühle, wo meine Liebste wohnt). &lt;br /&gt;Das ganze Publikum singt mit. Heesters ist sichtlich glücklich. Der 104jährige denkt aber noch lange nicht ans Aufhören, obwohl das Konzert schon zwei Stunden dauert. Die Showlegende wird noch von der Stadt Amersfoort geehrt. Heesters prophezeit: ,,Ich komme zurück, spätestens in sechs Jahren zu meinem 110. Geburtstag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Auf ein Gläschen mit Jopie&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Zu diesem Zeitpunkt gibt es längst keine Demonstranten mehr vor dem Theater de Flint. Jopie Heesters aber ist erleichtert und glücklich. ,,Das war ein wunderschöner Tag für mich. Wir gehen jetzt schlafen,‘‘ sagt er &lt;strong&gt;im Gespräch mit HM HetzelMedia&lt;/strong&gt; nach Ablauf des Konzerts. Da zeigt die Uhr halb Drei am Morgen. ,,Ich trinke jetzt vor dem Einschlafen noch ein Gläschen Genever. Das hab‘ ich mir verdient,‘‘ sagt er zum Abschied und lässt sich von seiner Familie nach draußen begleiten. Ein Kollege von der Zeitung ,,Algemeen Dablad‘‘ meint: ,,Eigentlich ist Johannes Heesters der Robbie Williams seiner Zeit gewesen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;PS: Der Auftritt in Amersfoort war am 17.2.2008&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Hier das Video dazu:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=E_Nsg3oLZgk&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=E_Nsg3oLZgk&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kontakt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HELMUT HETZEL&lt;br /&gt;Benelux-Correspondent&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;+31-70-363 58 57&lt;br /&gt;+31-6-54 77 32 17&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;img height=&quot;300&quot; width=&quot;209&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/heesters_mit_zylinder.jpg&quot; alt=&quot;heesters_mit_zylinder&quot; style=&quot;margin-left: 10px; margin-right: 10px;&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Bye bye Jopie &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Johannes Heesters - Der Robbie Williams seiner Zeit&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Rückblick: Sein letzter Auftritt in seiner Geburtsstadt Amersfoort am 17.2.2008 &lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Amersfoort. Die Spannung steigt. Theaterintendant &lt;strong&gt;Pieter Erkelens&lt;/strong&gt; eröffnet das Konzert. &lt;strong&gt;Seine Frau Simone Rethel&lt;/strong&gt; kündigt ihn. Dann steht er plötzlich da auf der Bühne. Schwarzer Frack und Fliege. Elegant mit dem Rücken ans Klavier gelehnt. Er wirkt mit seinem noch vollen grauen Haar fast wie ein 70jähriger. Doch der Mann, der da steht, ist 104 Jahre alt. Sein Name. Johannes Heesters. &lt;strong&gt;,,Ich bin so glücklich, dass ich hier bin,‘‘&lt;/strong&gt; lautet der erste Satz an seine niederländischen Landsleute vor denen die Showlegende Heesters zum ersten Mal seit 44 Jahren wieder auftritt. ,,Wir auch, wir auch, Jopie,‘‘ ruft ein Theatergast zurück. Dann erhebt sich das Publikum im ausverkauften &lt;strong&gt;Theater De Flint in Amersfoort&lt;/strong&gt; von den Stühlen. Minutenlange stehende Ovationen für den verlorenen Sohn, der 74 Jahre nachdem er die Niederlande verließ, in seine Geburtsstadt Amersfoort zurückgekehrt ist. Ein Herzenswunsch geht für Heesters in Erfüllung. 104 Jahre alt, fast blind, aber eine Stimme wie ein Dreißigjähriger. Jopie Heesters genießt seinen Auftritt und singt als erstes, als Hommage an seine Landsleute und sein Heimatland: &lt;strong&gt;,,O, mijn mooie Westertoren,‘‘&lt;/strong&gt; ein Ode an die Westerkerk in Amsterdam, jener Stätte in der der große Maler Rembrandt seine letzte Ruhe fand. Heesters singt seinen letzten großen Hit, den er 1934 in Holland hatte, bevor er über Wien nach Berlin ging, um dort seine Karriere fortzusetzen, im Amsterdamer Dialekt, so wie damals 1934. Für einen Moment scheint es, als stehe die Zeit still. Das Publikum ist begeistert. Wieder stehende Ovationen für Heesters, Bravo, Bravo-Rufe und immer wieder: Jopie, Jopie, Jopie!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Die Stimmung steigt&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So ist die Stimmung im Theater De Flint während des historischen Konzerts der Operettenlegende Johannes Heestes in seiner Heimat. Draußen vor dem Theater ist sie ganz anders. Bei strahlendem Sonnenschein und eisiger Kälte demonstrieren kurz vor Konzertbeginn einige Dutzend Niederländer gegen den Auftritt von Johannes Heesters in seiner Heimatstadt. ,,Er ist ein Opportunist. Er hat nur an seine Karriere und ans Geldverdienen gedacht, als er für die Nazis sang,‘‘ empört sich Jordy Klabbers. Er ist 21 Jahre jung, nennt sich ,,Antifaschist‘‘ und ,,Kommunist.‘‘ Während Klabbers, das zu uns sagt, steigt Jacobus Meijer von seinem Fahrrad. ,,Das ist doch Unsinn, was Du da erzählst. Heesters war kein Nazi. Er ist vor dem Krieg nach Deutschland gegangen, das kann man ihm doch heute nicht vorwerfen. Ich mag seine Musik,‘‘ empört sich der 57jährige Meijer. ,,Ich bin wie Heesters in Amersfoort geboren und ich bin froh, dass er wieder da ist. Er hat nichts verbrochen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Jopie und die Nazi-Zeit&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Anzahl der Medienvertreter vor dem Theater De Flint, die vor allem aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Belgien kommen, sind um ein Vielfaches zahlreicher als die Zahl der Demonstranten, die auf Plakaten Heesters als ,,Nazi-Sänger‘‘ darstellen und seine Anwesenheit im KZ Dachau 1941 immer wieder lautstark rügen. ,,Er hätte sich für seine Auftritte in Deutschland während der Nazi-Zeit bei uns entschuldigen müssen,‘‘ fordert Afko Schoonbeek (71), einer der Demonstranten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Doch das hört der 104jährige Johannes Heesters drinnen im Theater nicht, wo er zusammen mit seiner 58jährigen &lt;strong&gt;Frau Simone&lt;/strong&gt; seine triumphale Rückkehr auf die Bühne in seiner Heimatstadt zu einem großen, zu einem historischen Theaterereignis macht. Lieder aus dem ,,Bettelstudent‘‘ und der ,,Lustigen Witwe‘‘ folgen. Dann der Höhepunkt. Für seine Frau Simone, die er auf Niederländisch ,,Poppie‘‘ nennt, intoniert der 104jährige: ,,Durch Dich wird die Welt erst schön,‘‘ um dann mit typisch niederländischem Humor hinzuzufügen: ,,Für Dich singe ich das Lied gratis. Das Publikum hat dafür bezahlt.‘‘ Überhaupt sprüht Heesters vor Humor und Sarkasmus. Gut, er ist ein Profi, er stand fast sein ganzes Leben lang auf der Bühne, aber was er tut, das wirkt. Als er beispielsweise ganz elegant wie ein Zwanzigjähriger das rechte über das linke Bein schlägt, als er seinen Pianisten Uli Kofler höflich bittet: ,,Hast Du ein Bier für mich ?‘‘ Und als seine Frau Simone ab und zu - für jeden hörbar und beabsichtigt - als Stichwortgeberin für den nächsten Song fungiert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;,,Poppie, wie geht's weiter?‘‘&lt;/strong&gt; fragt Heesters dann.&lt;br /&gt;Das Finale. Johannes Heesters stimmt eine der schönsten holländischen Schnulzen an, ein Lied das fast jeder Niederländer auswendig kennt: ,,O mooie molen....‘‘ (Oh, schöne Windmühle, wo meine Liebste wohnt). &lt;br /&gt;Das ganze Publikum singt mit. Heesters ist sichtlich glücklich. Der 104jährige denkt aber noch lange nicht ans Aufhören, obwohl das Konzert schon zwei Stunden dauert. Die Showlegende wird noch von der Stadt Amersfoort geehrt. Heesters prophezeit: ,,Ich komme zurück, spätestens in sechs Jahren zu meinem 110. Geburtstag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Auf ein Gläschen mit Jopie&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Zu diesem Zeitpunkt gibt es längst keine Demonstranten mehr vor dem Theater de Flint. Jopie Heesters aber ist erleichtert und glücklich. ,,Das war ein wunderschöner Tag für mich. Wir gehen jetzt schlafen,‘‘ sagt er &lt;strong&gt;im Gespräch mit HM HetzelMedia&lt;/strong&gt; nach Ablauf des Konzerts. Da zeigt die Uhr halb Drei am Morgen. ,,Ich trinke jetzt vor dem Einschlafen noch ein Gläschen Genever. Das hab‘ ich mir verdient,‘‘ sagt er zum Abschied und lässt sich von seiner Familie nach draußen begleiten. Ein Kollege von der Zeitung ,,Algemeen Dablad‘‘ meint: ,,Eigentlich ist Johannes Heesters der Robbie Williams seiner Zeit gewesen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;PS: Der Auftritt in Amersfoort war am 17.2.2008&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Hier das Video dazu:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=E_Nsg3oLZgk&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=E_Nsg3oLZgk&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag /&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kontakt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;HELMUT HETZEL&lt;br /&gt;Benelux-Correspondent&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;+31-70-363 58 57&lt;br /&gt;+31-6-54 77 32 17&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
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&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
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		<title>Markus Lüpertz in Den Haag</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/318-markus-luepertz-in-den-haag"/>
		<published>2011-06-27T18:47:26Z</published>
		<updated>2011-06-27T18:47:26Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/318-markus-luepertz-in-den-haag</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;,,Die Unterhaltungsindustrie ist die völlige Verblödung‘‘ &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Markus Lüpertz in Den Haag&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;HM-Gespräch mit dem großen deutschen Maler und Bildhauer&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus Lüpertz hält Hof. Der deutsche ,,Malerfürst‘‘ wie ihn manche nennen, ist in Den Haag anlässlich der Eröffnung der großen Übersichtsausstellung über sein Werk im renommierten &lt;strong&gt;Gemeentemuseum (GEM).&lt;/strong&gt; Titel der Ausstellung: ,,Im göttlichen Licht.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Andrang zur Ausstellungseröffnung ist riesig. Alles, was in der Haager und der niederländischen Kunstszene Rang und Namen hat, gibt dem 70jährigen Markus Lüpertz die Ehre. Der genießt es sichtlich als Museumsdirektor Benno Tempel ihn als ,,den König der Maler‘‘ bezeichnet oder als&lt;strong&gt; RWE-Chef Jürgen Großmann&lt;/strong&gt; Lüpertz als einen ,,ganz Großen, als einen Genie‘‘ darstellt. RWE sponsert die Lüpertz-Retrospektive. Als Genie sieht sich Lüpertz übrigens auch selbst. Er meint, die Künstler haben gemeinsam mit Gott die Welt erschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Oder: ,,Die Künstler sind die Creme de la Creme. Alles andere sind Zwerge.‘‘ Und: ,,Es gibt nur ein Leben und das kann man nur als Künstler leben.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &quot; font-size:=&quot;font-size:&quot; 10pt;=&quot;10pt;&quot; mso-fareast-font-family:=&quot;mso-fareast-font-family:&quot; 'Times=&quot;'Times&quot; New=&quot;New&quot; Roman';&quot;=&quot;Roman';&quot;&quot;&gt;&lt;strong&gt;watch: &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &quot; font-size:=&quot;font-size:&quot; 10pt;=&quot;10pt;&quot; mso-fareast-font-family:=&quot;mso-fareast-font-family:&quot; 'Times=&quot;'Times&quot; New=&quot;New&quot; Roman';=&quot;Roman';&quot; mso-ansi-language:=&quot;mso-ansi-language:&quot; NL;=&quot;NL;&quot; mso-fareast-language:=&quot;mso-fareast-language:&quot; NL;=&quot;NL;&quot; mso-bidi-language:=&quot;mso-bidi-language:&quot; AR-SA;&quot;=&quot;AR-SA;&quot;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=Y0qP726neCU&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: #800080;&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=Y0qP726neCU&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;Mit solch kernigen Aussagen schafft sich Markus Lüpertz nicht nur Freunde. Sein Selbstbewußtsein und seine Art, von manchem als arrogant verkannt, machen Lüpertz umstritten. Aber Kunst und Künstler müssen provozieren, zum Nachdenken anregen. Reflexionen auslösen. In Salzburg mögen manche Lüpertz nicht, weil er eine angeblich eine ,,obzöne‘‘ Skulptur von &lt;strong&gt;Mozart&lt;/strong&gt; schuf. In Deutschland legt sich Lüpertz gern mit bestimmten Medien an, besonders mit denen, die Lüpertz ,,kategorisieren‘‘ und ,,eintüten,‘‘ ihn in eine Schublade stecken wollen. Dabei ist der große Maler und Bildhauer im persönlichen Gespräch ein sehr charmanter, ideenreicher, liebenswürdiger und humorvoller Mensch. Markus Lüpertz ist überhaupt nicht arrogant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir fragen ihn: Was ist Malerei? Antwort: ,,Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt erklärt. Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt begreifbar macht. Wenn man einen Sonnenuntergang sieht, wird man an den britischen Maler William Turner denken. &lt;strong&gt;Caspar David Friedrich&lt;/strong&gt; hat uns gelehrt, Landschaften zu begreifen und Sehnsüchte zu erleben. Das Bild von einem Baum im Winter ist unlöslich mit Edvard Munch verbunden. Ohne die Kunst, ohne die Malerei hätten die Menschen die Welt mit all ihren Aspekten nie so sehen können wie sie ist.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über seinen eigenen Stil will Markus Lüpertz keine konkreten Angaben machen. Er will sich nicht eintüten lassen. ,,Jedes meiner Bilder ist einzigartig und steht für sich selbst. Ich will mich nicht kategorisieren lassen. Aber ich stehe in der Tradition der europäischen Malerei. Ich unterscheide mich klar vom konkreten Malen der Amerikaner á la &lt;strong&gt;Roy Lichtenstein.&lt;/strong&gt; Jedes meiner Bilder ist singulär. Es ist immer ein Ausdruck von Sehnsucht, von Verzweiflung, es beinhaltet immer auch das Risiko, zu versagen und das Streben nach Vollendung. In Europas Kunst und in Europas Malerei gehört das Scheitern und das Unvollendete mit zur Kunst. Es ist Teil der Kunst. Das zeigt schon ein Torso in der Antike. &lt;strong&gt;Rodin&lt;/strong&gt; hat den Torso zur Vollendung gebracht. Deshalb hat mein Herkules auch nur einen Arm.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,&lt;strong&gt;Sein Herkules‘‘&lt;/strong&gt; das ist eine riesige 16 Meter hohe Skulptur, die Markus Lüpertz auf einer alten Zeche in Gelsenkirchen platziert hat. Sein Herkules - mit blauen Bart, knallroten Lippen und nur einem Arm - ist sein Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhrgebiet in 2010 gewesen. 35 Tonnen wiegt der Herkules mit dem überdimensionierten Kopf. ,,Der Kopf des Herkules musste so groß ausfallen, weil Herkules auf einem Zechenturm steht. Wäre er kleiner gewesen, hätte man den Kopf von unten zu Herkules hinaufblickend gar nicht mehr erkennen können,‘‘ erläutert Lüpertz das Konzept seiner Herkules-Statue. Er hat sie in drei Teilen erstellt und die Teile erst am Ende zusammengefügt. ,,Anders hätte ich diese Herkules-Skulptur nie in dieser Größe machen können,‘‘ sagt er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Das Genie&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr kritisch äußert sich Lüpertz, der von 1988 bis 2009 Rektor und Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf war, über die Rezeption der Malerei heutzutage. ,,Mit der Malerei ist es in gewisser Weise wie mit der Literatur und mit den Büchern. Es werden zwar immer mehr Bücher gekauft, aber es wird immer weniger gelesen.‘‘ Mit Gemälden sei das ähnlich. ,,Früher hängte man sich einen röhrenden Hirsch ins Wohnzimmer, heute ein Foto von Marilyn Monroe oder man schaut sich Videos an. Der visuelle Terror ist total. Die Unterhaltungsindustrie ist die völlige Verblödung. Die Technik ist dabei, sich selbst zu besiegen.‘‘ &lt;br /&gt;Markus Lüpertz, der sich selbst wie eine Ikone der Malerei stilisiert und sich optisch durch einen Kleidungsstil in Szene setzt auf den Karl Lagerfeld noch neidisch werden könnte, ist &lt;strong&gt;der Harry Mulisch der Malerei.&lt;/strong&gt; Harry Mulisch (,,Die Entdeckung des Himmels‘‘) und Markus Lüpertz (Neo-Expressionist) haben viel gemein. Mulisch, der am 30. Oktober 2010 im Alter von 83 Jahren verstarb, pflegte zu sagen: ,,Ich bin unsterblich und der größte Schriftsteller,‘‘ Markus Lüpertz sagt: ,,Ich bin ein Genie.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Beide haben sie Recht. Beide sind sie Genies. Der eine als Schriftsteller, der andere als Maler und Bildhauer. Beide behaupten sie auch: ,,Als Künstler wird man geboren. Man ist es oder man ist es nicht.‘‘ &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Markus Lüpertz: ,,Im göttlichen Licht - &lt;br /&gt;In´t God‘lijk licht, In Divine Light‘‘ Den Haag, Gemeentemuseum bis 2. Oktober&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;2011. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;LINK:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.gemeentemuseum.nl&quot;&gt;www.gemeentemuseum.nl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;27.6.2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;img height=&quot;225&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/marcus-lpertz1.jpg&quot; alt=&quot;marcus-lpertz1&quot; style=&quot;margin-left: 10px; margin-right: 10px;&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;,,Die Unterhaltungsindustrie ist die völlige Verblödung‘‘ &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Markus Lüpertz in Den Haag&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;HM-Gespräch mit dem großen deutschen Maler und Bildhauer&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Markus Lüpertz hält Hof. Der deutsche ,,Malerfürst‘‘ wie ihn manche nennen, ist in Den Haag anlässlich der Eröffnung der großen Übersichtsausstellung über sein Werk im renommierten &lt;strong&gt;Gemeentemuseum (GEM).&lt;/strong&gt; Titel der Ausstellung: ,,Im göttlichen Licht.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Andrang zur Ausstellungseröffnung ist riesig. Alles, was in der Haager und der niederländischen Kunstszene Rang und Namen hat, gibt dem 70jährigen Markus Lüpertz die Ehre. Der genießt es sichtlich als Museumsdirektor Benno Tempel ihn als ,,den König der Maler‘‘ bezeichnet oder als&lt;strong&gt; RWE-Chef Jürgen Großmann&lt;/strong&gt; Lüpertz als einen ,,ganz Großen, als einen Genie‘‘ darstellt. RWE sponsert die Lüpertz-Retrospektive. Als Genie sieht sich Lüpertz übrigens auch selbst. Er meint, die Künstler haben gemeinsam mit Gott die Welt erschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Oder: ,,Die Künstler sind die Creme de la Creme. Alles andere sind Zwerge.‘‘ Und: ,,Es gibt nur ein Leben und das kann man nur als Künstler leben.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &quot; font-size:=&quot;font-size:&quot; 10pt;=&quot;10pt;&quot; mso-fareast-font-family:=&quot;mso-fareast-font-family:&quot; 'Times=&quot;'Times&quot; New=&quot;New&quot; Roman';&quot;=&quot;Roman';&quot;&quot;&gt;&lt;strong&gt;watch: &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &quot; font-size:=&quot;font-size:&quot; 10pt;=&quot;10pt;&quot; mso-fareast-font-family:=&quot;mso-fareast-font-family:&quot; 'Times=&quot;'Times&quot; New=&quot;New&quot; Roman';=&quot;Roman';&quot; mso-ansi-language:=&quot;mso-ansi-language:&quot; NL;=&quot;NL;&quot; mso-fareast-language:=&quot;mso-fareast-language:&quot; NL;=&quot;NL;&quot; mso-bidi-language:=&quot;mso-bidi-language:&quot; AR-SA;&quot;=&quot;AR-SA;&quot;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=Y0qP726neCU&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: #800080;&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=Y0qP726neCU&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;Mit solch kernigen Aussagen schafft sich Markus Lüpertz nicht nur Freunde. Sein Selbstbewußtsein und seine Art, von manchem als arrogant verkannt, machen Lüpertz umstritten. Aber Kunst und Künstler müssen provozieren, zum Nachdenken anregen. Reflexionen auslösen. In Salzburg mögen manche Lüpertz nicht, weil er eine angeblich eine ,,obzöne‘‘ Skulptur von &lt;strong&gt;Mozart&lt;/strong&gt; schuf. In Deutschland legt sich Lüpertz gern mit bestimmten Medien an, besonders mit denen, die Lüpertz ,,kategorisieren‘‘ und ,,eintüten,‘‘ ihn in eine Schublade stecken wollen. Dabei ist der große Maler und Bildhauer im persönlichen Gespräch ein sehr charmanter, ideenreicher, liebenswürdiger und humorvoller Mensch. Markus Lüpertz ist überhaupt nicht arrogant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir fragen ihn: Was ist Malerei? Antwort: ,,Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt erklärt. Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt begreifbar macht. Wenn man einen Sonnenuntergang sieht, wird man an den britischen Maler William Turner denken. &lt;strong&gt;Caspar David Friedrich&lt;/strong&gt; hat uns gelehrt, Landschaften zu begreifen und Sehnsüchte zu erleben. Das Bild von einem Baum im Winter ist unlöslich mit Edvard Munch verbunden. Ohne die Kunst, ohne die Malerei hätten die Menschen die Welt mit all ihren Aspekten nie so sehen können wie sie ist.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über seinen eigenen Stil will Markus Lüpertz keine konkreten Angaben machen. Er will sich nicht eintüten lassen. ,,Jedes meiner Bilder ist einzigartig und steht für sich selbst. Ich will mich nicht kategorisieren lassen. Aber ich stehe in der Tradition der europäischen Malerei. Ich unterscheide mich klar vom konkreten Malen der Amerikaner á la &lt;strong&gt;Roy Lichtenstein.&lt;/strong&gt; Jedes meiner Bilder ist singulär. Es ist immer ein Ausdruck von Sehnsucht, von Verzweiflung, es beinhaltet immer auch das Risiko, zu versagen und das Streben nach Vollendung. In Europas Kunst und in Europas Malerei gehört das Scheitern und das Unvollendete mit zur Kunst. Es ist Teil der Kunst. Das zeigt schon ein Torso in der Antike. &lt;strong&gt;Rodin&lt;/strong&gt; hat den Torso zur Vollendung gebracht. Deshalb hat mein Herkules auch nur einen Arm.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,&lt;strong&gt;Sein Herkules‘‘&lt;/strong&gt; das ist eine riesige 16 Meter hohe Skulptur, die Markus Lüpertz auf einer alten Zeche in Gelsenkirchen platziert hat. Sein Herkules - mit blauen Bart, knallroten Lippen und nur einem Arm - ist sein Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhrgebiet in 2010 gewesen. 35 Tonnen wiegt der Herkules mit dem überdimensionierten Kopf. ,,Der Kopf des Herkules musste so groß ausfallen, weil Herkules auf einem Zechenturm steht. Wäre er kleiner gewesen, hätte man den Kopf von unten zu Herkules hinaufblickend gar nicht mehr erkennen können,‘‘ erläutert Lüpertz das Konzept seiner Herkules-Statue. Er hat sie in drei Teilen erstellt und die Teile erst am Ende zusammengefügt. ,,Anders hätte ich diese Herkules-Skulptur nie in dieser Größe machen können,‘‘ sagt er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Das Genie&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr kritisch äußert sich Lüpertz, der von 1988 bis 2009 Rektor und Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf war, über die Rezeption der Malerei heutzutage. ,,Mit der Malerei ist es in gewisser Weise wie mit der Literatur und mit den Büchern. Es werden zwar immer mehr Bücher gekauft, aber es wird immer weniger gelesen.‘‘ Mit Gemälden sei das ähnlich. ,,Früher hängte man sich einen röhrenden Hirsch ins Wohnzimmer, heute ein Foto von Marilyn Monroe oder man schaut sich Videos an. Der visuelle Terror ist total. Die Unterhaltungsindustrie ist die völlige Verblödung. Die Technik ist dabei, sich selbst zu besiegen.‘‘ &lt;br /&gt;Markus Lüpertz, der sich selbst wie eine Ikone der Malerei stilisiert und sich optisch durch einen Kleidungsstil in Szene setzt auf den Karl Lagerfeld noch neidisch werden könnte, ist &lt;strong&gt;der Harry Mulisch der Malerei.&lt;/strong&gt; Harry Mulisch (,,Die Entdeckung des Himmels‘‘) und Markus Lüpertz (Neo-Expressionist) haben viel gemein. Mulisch, der am 30. Oktober 2010 im Alter von 83 Jahren verstarb, pflegte zu sagen: ,,Ich bin unsterblich und der größte Schriftsteller,‘‘ Markus Lüpertz sagt: ,,Ich bin ein Genie.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Beide haben sie Recht. Beide sind sie Genies. Der eine als Schriftsteller, der andere als Maler und Bildhauer. Beide behaupten sie auch: ,,Als Künstler wird man geboren. Man ist es oder man ist es nicht.‘‘ &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Markus Lüpertz: ,,Im göttlichen Licht - &lt;br /&gt;In´t God‘lijk licht, In Divine Light‘‘ Den Haag, Gemeentemuseum bis 2. Oktober&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;2011. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;LINK:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.gemeentemuseum.nl&quot;&gt;www.gemeentemuseum.nl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;27.6.2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
	</entry>
	<entry>
		<title>Niederlande-Deutschland: Eine Liebe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/317-niederlande-deutschland-eine-liebe"/>
		<published>2011-06-14T12:20:03Z</published>
		<updated>2011-06-14T12:20:03Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/317-niederlande-deutschland-eine-liebe</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/d-nl-das-perfekte-liebespaar.jpg&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Spielungen - eine deutsch-niederländische Ferienliebe&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;HM-HetzelMedia-Interview mit Jochen Bläsing (EmeritusB) über seinen Roman SPIELUNGEN &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mit Bläsing sprach in Den Haag Helmut Hetzel&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Herr Professor Bläsing, Sie haben einen Roman über eine deutsch-niederländische Liebe geschrieben. Verraten Sie uns bitte etwas über den Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Gern.&lt;strong&gt; Kern meines Romans ist in der Tat die Liebe zwischen einem neunzehnjährigen Abiturienten aus dem noch halb in Trümmern liegenden Berlin und Annemieke, der Tochter eines vermögenden niederländischen Intellektuellen.&lt;/strong&gt; Die beiden jungen Leute haben sich zufällig in Paris kennengelernt, und das Besondere daran ist, daß ihre Beziehung, im Grunde eine typische Ferienliebe, eben nicht, wie so häufig, nach dem Urlaub an den widrigen Umständen des Alltags scheitert, die in ihrem Fall zudem besonders schwer wiegen mögen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Als da waren?&lt;br /&gt;A: Nun, unter anderem die viele hunderte Kilometer große Distanz zwischen &lt;strong&gt;Berlin&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Haarlem&lt;/strong&gt;, während des Kalten Krieges eine Bahnreise von nicht weniger als zwölf Stunden, dann die andere Sprache und Kultur sowie das ganz unterschiedliche soziale Gefüge ihrer Familien. Vergessen darf man auch nicht die damals noch stärker als heute herrschende Animosität in den Niederlanden gegen alles aus dem Land der ehemaligen Besatzer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Ihr Roman trägt starke autobiographische Züge. Ist es eine Art Familiensaga?&lt;br /&gt;A: So könnte man es sehen, ja. Neben dem romantischen Kern enthält das Buch allerdings auch zahlreiche Highlights wie etwa das heldenhafte Auftreten zweier niederländischer SS-Leute im Berlin der Stunde Null oder die späteren freundschaftlichen Kontakte zu Prinz Claus. Alles ist eingebettet in die berlinerseits trotz aller Nachkriegswirren erstaunlicherweise recht normale, holländischerseits jedoch dramatische Familiengeschichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F. Das stimmt schon neugierig. Wann wird das Werk erscheinen?&lt;br /&gt;A: Mitte Juni, das hängt entscheidend davon ab, wie schnell mein Verlag mit den Korrekturen der Druckproben fertig wird.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/d-nl-jochen-spielungen.jpg&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;                                              Zweisprachiger Roman&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;F: Ihr Roman ist zweisprachig. Niederländisch und Deutsch. Warum das? &lt;br /&gt;A: Zu etwa gleichen Teilen, ja, meine Frau hält das nach wie vor für ziemlich bescheuert, und vielleicht hat sie sogar recht. Und doch, ach, das hat sich einfach so ergeben, für mich sogar aus verschiedenen Gründen zwingend, die ich im Vorwort verantworte. Hier sei auf den natürlichen, ja, logischen Fluss der Erzählung hingewiesen, der meines Erachtens empfindlich gestört worden wäre, hätte sich die Ich-Person von Anfang bis Ende nur einer Sprache bedient. Zudem bedingt jede Übersetzung unbestreitbar einen Verlust an Authentizität und geht dabei sprachlich Einzigartiges verloren. Beides wollte und konnte ich vermeiden. So ist es eben in erster Linie ein Buch für zumindest einigermaßen zweisprachige Leser geworden. Kein Problem, so meine ich, denn davon gibt immer noch reichlich in den Niederlanden und in den angrenzenden deutschen Bundesländern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Sie waren in den neunziger Jahren bis zu Ihrem Emeritat im Jahre 2001 Professor für niederländisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen an der Universität von Tilburg. Wie haben sich die deutsch-niederländischen Beziehungen in den zurückliegenden Jahren entwickelt und verändert. Sind sie noch ausbaufähig? &lt;br /&gt;A:&lt;strong&gt; Ich meine, daß die heutigen Beziehungen ganz allgemein von immer mehr gegenseitigem Respekt für die spezifischen Leistungen des Partnerlandes, ja, zunehmend auch von freundschaftlichem Verständnis geprägt werden.&lt;/strong&gt; Sicherlich gibt es bisweilen noch allerlei Aufgeregtheiten und Rückfälle in die verständlichen Verkrampfungen von gestern, aber generell überherrscht jetzt meiner Meinung nach auch auf der niederländischen Seite wohltuende Gelassenheit.&lt;br /&gt;Zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern ist zu sagen, dass sie seit langem ausgezeichnet sind, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht noch ausgezeichneter sein könnten. Beispielsweise wenn insbesondere niederländische Unternehmer sich etwas gezielter auf ihre ureigendsten Marktvorteile besinnen würden, d.h. neben der sprichwörtlichen Weltoffenheit ihrer traditionell guten Sprachkenntnisse. Auch dazu finden sich in dem Roman einige Passagen.&lt;strong&gt; Auf dem für Holland (über)lebenswichtigen deutschen Markt lassen sich einzigartige Produkte natürlich auch auf Englisch oder Armenisch verkaufen, wer aber u.a. Tomaten und Fahrräder anbieten und kein Deutsch sprechen will, verschenkt von vornherein riesige Marktanteile. Nach Schätzungen aus den 90er Jahren geht es dabei um Milliarden.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div index=&quot;1&quot; class=&quot;MediaItemContainer&quot; style=&quot;margin-top: 0px;&quot;&gt;
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&lt;div title=&quot;FSC.jpg herunterladen (30,0 KB)&quot; class=&quot;Overlay&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Typisch niederländisch - typisch deutsch&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
F: Was ist für Sie typisch niederländisch?&lt;br /&gt;A: Um bewusst die bekannten Stereotypen auszulassen: Der Einfluss des beispiellosen &lt;strong&gt;Goldenen Zeitalters der Niederlande&lt;/strong&gt;, das bis heute ihre Identität, Politik, Gesellschaft und Habitus mitprägt. Gerade das höchst selbstbewusste Auftreten des relativ winzigen Landes auf der Weltbühne ist ohne Kenntnis seiner grandiosen historischen Leistung im 17.jahrhundert nicht immer ohne weiteres einsichtig.&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;F: Was ist für Sie typisch deutsch? &lt;br /&gt;A: Da stimme ich einer Bemerkung meines niederländischen Schachfreundes zu, der mir just dieser Tage neidlos eine typisch deutsche Eigenschaft attestierte, wie sie beispielsweise auch deutschen Fußballern bescheinigt wird, nämlich trotz eigentlich schon verlorener Stellung weiterzukämpfen und so nicht selten doch noch die Partie zu gewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Haben Sie noch einen deutschen Pass?&lt;br /&gt;A: Ja, und zwar nur diesen. Vor einigen Jahrzehnten habe ich einmal eine doppelte Staatsangehörigkeit erwogen, um unserem in Tilburg geborenen Sohn die möglicherweise drohende Wehrpflicht in der Bundesrepublik zu ersparen. Den entsprechenden Antrag haben die Holländer allerdings schon im Vorfeld abgelehnt, und ein gänzlicher Wechsel kam für mich von vornherein nicht in Frage. Zum Glück erwiesen sich meine Befürchtungen später als unbegründet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über den Autor:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Jochen Bläsing (alias EmeritusB, Berlin 1940)&lt;/em&gt; verfasste eine Reihe von Monographien und Artikeln in Fachzeitschriften. Neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler war er immer als Jazzmusiker aktiv (Klavier/Klarinette in Berlin, Klavier/Keybord und Trompete  in Holland) sowie belletristisch tätig. Seinen ersten Roman Spiegel böser Seligkeit (unveröffentlicht) schrieb er parallel zu seiner 1973 in Leiden herausgegebenen Dissertation. Er lebt mit seiner Frau in der Nähe von Haarlem und Berlin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Jochen Bläsing: Spielungen, Verlag: Free Musketeers, Zoetermeer 2011, 494 Seiten, 29,95 Euro, ISBN: 978-90-484-1855-8. Erscheinungstermin: 15. Juni 2011&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; 14.6.2011&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/d-nl-das-perfekte-liebespaar.jpg&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Spielungen - eine deutsch-niederländische Ferienliebe&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;HM-HetzelMedia-Interview mit Jochen Bläsing (EmeritusB) über seinen Roman SPIELUNGEN &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mit Bläsing sprach in Den Haag Helmut Hetzel&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Herr Professor Bläsing, Sie haben einen Roman über eine deutsch-niederländische Liebe geschrieben. Verraten Sie uns bitte etwas über den Inhalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Gern.&lt;strong&gt; Kern meines Romans ist in der Tat die Liebe zwischen einem neunzehnjährigen Abiturienten aus dem noch halb in Trümmern liegenden Berlin und Annemieke, der Tochter eines vermögenden niederländischen Intellektuellen.&lt;/strong&gt; Die beiden jungen Leute haben sich zufällig in Paris kennengelernt, und das Besondere daran ist, daß ihre Beziehung, im Grunde eine typische Ferienliebe, eben nicht, wie so häufig, nach dem Urlaub an den widrigen Umständen des Alltags scheitert, die in ihrem Fall zudem besonders schwer wiegen mögen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Als da waren?&lt;br /&gt;A: Nun, unter anderem die viele hunderte Kilometer große Distanz zwischen &lt;strong&gt;Berlin&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Haarlem&lt;/strong&gt;, während des Kalten Krieges eine Bahnreise von nicht weniger als zwölf Stunden, dann die andere Sprache und Kultur sowie das ganz unterschiedliche soziale Gefüge ihrer Familien. Vergessen darf man auch nicht die damals noch stärker als heute herrschende Animosität in den Niederlanden gegen alles aus dem Land der ehemaligen Besatzer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Ihr Roman trägt starke autobiographische Züge. Ist es eine Art Familiensaga?&lt;br /&gt;A: So könnte man es sehen, ja. Neben dem romantischen Kern enthält das Buch allerdings auch zahlreiche Highlights wie etwa das heldenhafte Auftreten zweier niederländischer SS-Leute im Berlin der Stunde Null oder die späteren freundschaftlichen Kontakte zu Prinz Claus. Alles ist eingebettet in die berlinerseits trotz aller Nachkriegswirren erstaunlicherweise recht normale, holländischerseits jedoch dramatische Familiengeschichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F. Das stimmt schon neugierig. Wann wird das Werk erscheinen?&lt;br /&gt;A: Mitte Juni, das hängt entscheidend davon ab, wie schnell mein Verlag mit den Korrekturen der Druckproben fertig wird.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/d-nl-jochen-spielungen.jpg&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;                                              Zweisprachiger Roman&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;F: Ihr Roman ist zweisprachig. Niederländisch und Deutsch. Warum das? &lt;br /&gt;A: Zu etwa gleichen Teilen, ja, meine Frau hält das nach wie vor für ziemlich bescheuert, und vielleicht hat sie sogar recht. Und doch, ach, das hat sich einfach so ergeben, für mich sogar aus verschiedenen Gründen zwingend, die ich im Vorwort verantworte. Hier sei auf den natürlichen, ja, logischen Fluss der Erzählung hingewiesen, der meines Erachtens empfindlich gestört worden wäre, hätte sich die Ich-Person von Anfang bis Ende nur einer Sprache bedient. Zudem bedingt jede Übersetzung unbestreitbar einen Verlust an Authentizität und geht dabei sprachlich Einzigartiges verloren. Beides wollte und konnte ich vermeiden. So ist es eben in erster Linie ein Buch für zumindest einigermaßen zweisprachige Leser geworden. Kein Problem, so meine ich, denn davon gibt immer noch reichlich in den Niederlanden und in den angrenzenden deutschen Bundesländern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Sie waren in den neunziger Jahren bis zu Ihrem Emeritat im Jahre 2001 Professor für niederländisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen an der Universität von Tilburg. Wie haben sich die deutsch-niederländischen Beziehungen in den zurückliegenden Jahren entwickelt und verändert. Sind sie noch ausbaufähig? &lt;br /&gt;A:&lt;strong&gt; Ich meine, daß die heutigen Beziehungen ganz allgemein von immer mehr gegenseitigem Respekt für die spezifischen Leistungen des Partnerlandes, ja, zunehmend auch von freundschaftlichem Verständnis geprägt werden.&lt;/strong&gt; Sicherlich gibt es bisweilen noch allerlei Aufgeregtheiten und Rückfälle in die verständlichen Verkrampfungen von gestern, aber generell überherrscht jetzt meiner Meinung nach auch auf der niederländischen Seite wohltuende Gelassenheit.&lt;br /&gt;Zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern ist zu sagen, dass sie seit langem ausgezeichnet sind, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht noch ausgezeichneter sein könnten. Beispielsweise wenn insbesondere niederländische Unternehmer sich etwas gezielter auf ihre ureigendsten Marktvorteile besinnen würden, d.h. neben der sprichwörtlichen Weltoffenheit ihrer traditionell guten Sprachkenntnisse. Auch dazu finden sich in dem Roman einige Passagen.&lt;strong&gt; Auf dem für Holland (über)lebenswichtigen deutschen Markt lassen sich einzigartige Produkte natürlich auch auf Englisch oder Armenisch verkaufen, wer aber u.a. Tomaten und Fahrräder anbieten und kein Deutsch sprechen will, verschenkt von vornherein riesige Marktanteile. Nach Schätzungen aus den 90er Jahren geht es dabei um Milliarden.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;/div&gt;
F: Was ist für Sie typisch niederländisch?&lt;br /&gt;A: Um bewusst die bekannten Stereotypen auszulassen: Der Einfluss des beispiellosen &lt;strong&gt;Goldenen Zeitalters der Niederlande&lt;/strong&gt;, das bis heute ihre Identität, Politik, Gesellschaft und Habitus mitprägt. Gerade das höchst selbstbewusste Auftreten des relativ winzigen Landes auf der Weltbühne ist ohne Kenntnis seiner grandiosen historischen Leistung im 17.jahrhundert nicht immer ohne weiteres einsichtig.&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;F: Was ist für Sie typisch deutsch? &lt;br /&gt;A: Da stimme ich einer Bemerkung meines niederländischen Schachfreundes zu, der mir just dieser Tage neidlos eine typisch deutsche Eigenschaft attestierte, wie sie beispielsweise auch deutschen Fußballern bescheinigt wird, nämlich trotz eigentlich schon verlorener Stellung weiterzukämpfen und so nicht selten doch noch die Partie zu gewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Haben Sie noch einen deutschen Pass?&lt;br /&gt;A: Ja, und zwar nur diesen. Vor einigen Jahrzehnten habe ich einmal eine doppelte Staatsangehörigkeit erwogen, um unserem in Tilburg geborenen Sohn die möglicherweise drohende Wehrpflicht in der Bundesrepublik zu ersparen. Den entsprechenden Antrag haben die Holländer allerdings schon im Vorfeld abgelehnt, und ein gänzlicher Wechsel kam für mich von vornherein nicht in Frage. Zum Glück erwiesen sich meine Befürchtungen später als unbegründet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über den Autor:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Jochen Bläsing (alias EmeritusB, Berlin 1940)&lt;/em&gt; verfasste eine Reihe von Monographien und Artikeln in Fachzeitschriften. Neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler war er immer als Jazzmusiker aktiv (Klavier/Klarinette in Berlin, Klavier/Keybord und Trompete  in Holland) sowie belletristisch tätig. Seinen ersten Roman Spiegel böser Seligkeit (unveröffentlicht) schrieb er parallel zu seiner 1973 in Leiden herausgegebenen Dissertation. Er lebt mit seiner Frau in der Nähe von Haarlem und Berlin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Jochen Bläsing: Spielungen, Verlag: Free Musketeers, Zoetermeer 2011, 494 Seiten, 29,95 Euro, ISBN: 978-90-484-1855-8. Erscheinungstermin: 15. Juni 2011&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; 14.6.2011&lt;/p&gt;</content>
	</entry>
	<entry>
		<title>Markus Lüpertz - der Harry Mulisch der Malerei</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/310-markus-luepertz-der-harry-mulisch-der-malerei"/>
		<published>2011-01-27T15:59:09Z</published>
		<updated>2011-01-27T15:59:09Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/310-markus-luepertz-der-harry-mulisch-der-malerei</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img height=&quot;300&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/marcus-lpertz1.jpg&quot; alt=&quot;marcus-lpertz1&quot; style=&quot;margin-left: 10px; margin-right: 10px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Markus Lüpertz - der Harry Mulisch der Malerei&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Große Ausstellung im Museum Würth in Den Bosch - Gespräch mit dem großen deutschen Maler&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; ,,Ich freue mich immer, wenn ich meine Bilder, die ich gemalt habe, wieder sehe.'' Die Freude ist Markus Lüpertz anzusehen. Sie steht ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, als er viele seiner Bilder - und einige seiner Skulpturen - anlässlich der Ausstellungs-Eröffnung im Museum Würth im niederländischen `s-Hertogenbosch (Den Bosch) wieder sieht. Gerne posiert er für die Fotografen vor seinen Werken, die in &lt;strong&gt;Den Bosch im Museum Würth&lt;/strong&gt; noch bis zum 25. September zu bewundern ist. ,,Ja, ein bisschen Werbung für mich darf ich doch noch machen,‘‘ sagt er zu einem der Fotografen, der den Künstler vor seinen Gemälden immer wieder in neuen Positionen haben will, um das optimale Foto zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Entspannt, angeregt und mit intellektuell anspruchsvollen Reflexionen über die Malerei anno domini 2011 und die Malerei an sich empfängt der 70jährige dann Gäste und Journalisten in der &lt;strong&gt;Galerie Würth in Den Bosch&lt;/strong&gt; zu einem Gedankenaustausch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lüpertz legt im Gespräch mit &lt;strong&gt;HM HetzelMedia&lt;/strong&gt; gleich richtig los: ,,Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt erklärt. Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt begreifbar macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn man einen Sonnenuntergang sieht, wird man an den britischen Maler William Turner denken. Caspar David Friedrich hat uns gelehrt, Landschaften zu begreifen und Sehnsüchte zu erleben. Das Bild von einem Baum im Winter ist unlöslich mit Edvard Munch verbunden. Ohne die Kunst, ohne die Malerei hätten die Menschen die Welt mit all ihren Aspekten nie so sehen können wie sie ist.‘‘&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über seinen eigenen Stil will Markus Lüpertz keine konkreten Angaben machen. Er will sich nicht eintüten lassen. &lt;em&gt;,,Jedes meiner Bilder ist einzigartig und steht für sich selbst. Ich will mich nicht kategorisieren lassen.&lt;/em&gt; Aber ich stehe in der Tradition der europäischen Malerei. Ich unterscheide mich klar vom konkreten Malen der Amerikaner á la &lt;strong&gt;Roy Lichtenstein.&lt;/strong&gt; Jedes meiner Bilder ist singulär. Es ist immer ein Ausdruck von Sehnsucht, von Verzweiflung, es beinhaltet immer auch das Risiko, zu versagen und das Streben nach Vollendung. In Europas Kunst und in Europas Malerei gehört das Scheitern und das Unvollendete mit zur Kunst. Es ist Teil der Kunst. Das zeigt schon ein Torso in der Antike. Rodin hat den Torso zur Vollendung gebracht. Deshalb hat mein Herkules auch nur einen Arm.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Herkules Blaubart&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,Sein Herkules‘‘ das ist eine riesige 16 Meter hohe Skulptur, die Markus Lüpertz auf einer alten Zeche in Gelsenkirchen platziert hat. Sein Herkules - mit blauen Bart, knallroten Lippen und nur einem Arm - ist sein Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhrgebiet in 2010 gewesen. 35 Tonnen wiegt der Herkules mit dem überdimensionierten Kopf. ,,Der Kopf des Herkules musste so groß ausfallen, weil Herkules auf einem Zechenturm steht. Wäre er kleiner gewesen, hätte man den Kopf von unten zu Herkules hinaufblickend gar nicht mehr erkennen können,‘‘ erläutert Lüpertz das Konzept seiner Herkules-Statue. Er hat sie in drei Teilen erstellt und die Teile erst am Ende zusammengefügt. ,,Anders hätte ich diese Herkules-Skulptur nie in dieser Größe machen können,‘‘ sagt er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Sehr kritisch äußert sich Lüpertz, der von 1988 bis 2009 Rektor und Professor an der Staatlichen &lt;strong&gt;Kunstakademie in Düsseldorf&lt;/strong&gt; war, über die Rezeption der Malerei heutzutage. ,,Mit der Malerei ist es in gewisser Weise wie mit der Literatur und mit den Büchern. Es werden zwar immer mehr Bücher gekauft, aber es wird immer weniger gelesen.‘‘ Mit Gemälden sei das ähnlich. ,,Früher hängte man sich einen röhrenden Hirsch ins Wohnzimmer, heute ein Foto von Marilyn Monroe oder man schaut sich Videos an. Der visuelle Terror ist total. Die Unterhaltungsindustrie ist die völlige Verblödung. Die Technik ist dabei, sich selbst zu besiegen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Markus Lüpertz, der sich selbst wie eine Ikone der Malerei stilisiert und sich optisch durch einen Kleidungsstil in Szene setzt auf den &lt;strong&gt;Karl Lagerfeld&lt;/strong&gt; noch neidisch werden könnte, ist der Harry Mulisch der Malerei. Harry Mulisch (,,Die Entdeckung des Himmels‘‘) und Markus Lüpertz (Neo-Expressionist) haben viel gemein. Mulisch, der am 30. Oktober 2010 im Alter von 83 Jahren verstarb, pflegte zu sagen: ,,Ich bin unsterblich und der größte Schriftsteller,‘‘ &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Markus Lüpertz sagt: ,,Ich bin ein Genie.‘‘ &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Beide haben sie Recht. Beide sind sie Genies. Der eine als Schriftsteller, der andere als Maler und Bildhauer. Beide behaupten sie auch: ,,Als Künstler wird man geboren.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Der Maler und der Fußball&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber anders als Harry Mulisch ist Markus Lüpertz beispielsweise ein großer Fußball-Fan und war er - bevor er durch einen Autounfall sich das rechte Knie verletzte - ein begeisterter Fußballspieler. ,,Ich bin Schalke-Fan, aber auch Mitglied beim KSC in Karlsruhe,‘‘ sagt Lüpertz stolz. Denn ,,Karlsruhe war für mich die erste Freiheit. Diese Stadt und die Möglichkeiten, die sie mir gab, knipsten das Licht an und sie wärmte mich mit ihrem südlichen Charme,‘‘ stellte Lüpertz 1988 fest, als er dort im lieblichen Karlsruhe lebte.&lt;br /&gt;Harry Mulisch dagegen mochte den Fußball nicht so sehr. Er war ein Fan von ,,Blondie‘‘ und der Popmusik. Und anstatt in Karlsruhe war Mulisch lieber in Wien, wenn er nicht in Amsterdam im Grand Café des Hotel Americain weilte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Di&lt;strong&gt;e Kunst von Markus Lüpertz im Museum von der Fabrik Würth ist noch bis 27. September bei Würth in Den Bosch zu sehen.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im Juni  2011 wird das Haager Gemeendemuseum&lt;/strong&gt; eine große Übersichtsausstellung der Werke von Markus Lüpertz präsentieren. ,,Das wird ein Highlight‘‘ freut sich der Künstler heute schon auf die Ausstellung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;---&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über die Würth-Gruppe, Hauptsitz Künzelsau, Baden-Württemberg&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Würth-Gruppe ist heute der weltweit größte Hersteller und Anbieter von Montage- und Befestigungstechnik und -Technologie. Sie bietet mehr als 100.000 Produkte an, beschäftigt weltweit 62.433 Mitarbeiter und konnte in 2010 den Umsatz um 14,2 % auf 8,6 Mrd. Euro steigern. Das Betriebsergebnis für 2010 wird nach Angaben des Konzerns in 2010 zwischen 380 Mio. und 400 Mio. Euro liegen. Die Kunstsammlung von Firmenchef Reinhold Würth ist eine der bedeutendsten in ganz Europa.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Links:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wuerth.com&quot;&gt;www.wuerth.com&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wurth.nl&quot;&gt;www.wurth.nl&lt;/a&gt;; &lt;a href=&quot;http://www.wurth.nl/kunstlocatie&quot;&gt;www.wurth.nl/kunstlocatie&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sonntags von 11-17.00 Uhr, Eintritt frei.  &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Adresse: &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Het Sterrenbeel 35, Den Bosch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;23.1.2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;img height=&quot;300&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/marcus-lpertz1.jpg&quot; alt=&quot;marcus-lpertz1&quot; style=&quot;margin-left: 10px; margin-right: 10px;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Markus Lüpertz - der Harry Mulisch der Malerei&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Große Ausstellung im Museum Würth in Den Bosch - Gespräch mit dem großen deutschen Maler&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; ,,Ich freue mich immer, wenn ich meine Bilder, die ich gemalt habe, wieder sehe.'' Die Freude ist Markus Lüpertz anzusehen. Sie steht ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, als er viele seiner Bilder - und einige seiner Skulpturen - anlässlich der Ausstellungs-Eröffnung im Museum Würth im niederländischen `s-Hertogenbosch (Den Bosch) wieder sieht. Gerne posiert er für die Fotografen vor seinen Werken, die in &lt;strong&gt;Den Bosch im Museum Würth&lt;/strong&gt; noch bis zum 25. September zu bewundern ist. ,,Ja, ein bisschen Werbung für mich darf ich doch noch machen,‘‘ sagt er zu einem der Fotografen, der den Künstler vor seinen Gemälden immer wieder in neuen Positionen haben will, um das optimale Foto zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Entspannt, angeregt und mit intellektuell anspruchsvollen Reflexionen über die Malerei anno domini 2011 und die Malerei an sich empfängt der 70jährige dann Gäste und Journalisten in der &lt;strong&gt;Galerie Würth in Den Bosch&lt;/strong&gt; zu einem Gedankenaustausch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lüpertz legt im Gespräch mit &lt;strong&gt;HM HetzelMedia&lt;/strong&gt; gleich richtig los: ,,Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt erklärt. Die Malerei ist es, die den Menschen die Welt begreifbar macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wenn man einen Sonnenuntergang sieht, wird man an den britischen Maler William Turner denken. Caspar David Friedrich hat uns gelehrt, Landschaften zu begreifen und Sehnsüchte zu erleben. Das Bild von einem Baum im Winter ist unlöslich mit Edvard Munch verbunden. Ohne die Kunst, ohne die Malerei hätten die Menschen die Welt mit all ihren Aspekten nie so sehen können wie sie ist.‘‘&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über seinen eigenen Stil will Markus Lüpertz keine konkreten Angaben machen. Er will sich nicht eintüten lassen. &lt;em&gt;,,Jedes meiner Bilder ist einzigartig und steht für sich selbst. Ich will mich nicht kategorisieren lassen.&lt;/em&gt; Aber ich stehe in der Tradition der europäischen Malerei. Ich unterscheide mich klar vom konkreten Malen der Amerikaner á la &lt;strong&gt;Roy Lichtenstein.&lt;/strong&gt; Jedes meiner Bilder ist singulär. Es ist immer ein Ausdruck von Sehnsucht, von Verzweiflung, es beinhaltet immer auch das Risiko, zu versagen und das Streben nach Vollendung. In Europas Kunst und in Europas Malerei gehört das Scheitern und das Unvollendete mit zur Kunst. Es ist Teil der Kunst. Das zeigt schon ein Torso in der Antike. Rodin hat den Torso zur Vollendung gebracht. Deshalb hat mein Herkules auch nur einen Arm.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Herkules Blaubart&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,Sein Herkules‘‘ das ist eine riesige 16 Meter hohe Skulptur, die Markus Lüpertz auf einer alten Zeche in Gelsenkirchen platziert hat. Sein Herkules - mit blauen Bart, knallroten Lippen und nur einem Arm - ist sein Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhrgebiet in 2010 gewesen. 35 Tonnen wiegt der Herkules mit dem überdimensionierten Kopf. ,,Der Kopf des Herkules musste so groß ausfallen, weil Herkules auf einem Zechenturm steht. Wäre er kleiner gewesen, hätte man den Kopf von unten zu Herkules hinaufblickend gar nicht mehr erkennen können,‘‘ erläutert Lüpertz das Konzept seiner Herkules-Statue. Er hat sie in drei Teilen erstellt und die Teile erst am Ende zusammengefügt. ,,Anders hätte ich diese Herkules-Skulptur nie in dieser Größe machen können,‘‘ sagt er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Sehr kritisch äußert sich Lüpertz, der von 1988 bis 2009 Rektor und Professor an der Staatlichen &lt;strong&gt;Kunstakademie in Düsseldorf&lt;/strong&gt; war, über die Rezeption der Malerei heutzutage. ,,Mit der Malerei ist es in gewisser Weise wie mit der Literatur und mit den Büchern. Es werden zwar immer mehr Bücher gekauft, aber es wird immer weniger gelesen.‘‘ Mit Gemälden sei das ähnlich. ,,Früher hängte man sich einen röhrenden Hirsch ins Wohnzimmer, heute ein Foto von Marilyn Monroe oder man schaut sich Videos an. Der visuelle Terror ist total. Die Unterhaltungsindustrie ist die völlige Verblödung. Die Technik ist dabei, sich selbst zu besiegen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Markus Lüpertz, der sich selbst wie eine Ikone der Malerei stilisiert und sich optisch durch einen Kleidungsstil in Szene setzt auf den &lt;strong&gt;Karl Lagerfeld&lt;/strong&gt; noch neidisch werden könnte, ist der Harry Mulisch der Malerei. Harry Mulisch (,,Die Entdeckung des Himmels‘‘) und Markus Lüpertz (Neo-Expressionist) haben viel gemein. Mulisch, der am 30. Oktober 2010 im Alter von 83 Jahren verstarb, pflegte zu sagen: ,,Ich bin unsterblich und der größte Schriftsteller,‘‘ &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Markus Lüpertz sagt: ,,Ich bin ein Genie.‘‘ &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Beide haben sie Recht. Beide sind sie Genies. Der eine als Schriftsteller, der andere als Maler und Bildhauer. Beide behaupten sie auch: ,,Als Künstler wird man geboren.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Der Maler und der Fußball&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber anders als Harry Mulisch ist Markus Lüpertz beispielsweise ein großer Fußball-Fan und war er - bevor er durch einen Autounfall sich das rechte Knie verletzte - ein begeisterter Fußballspieler. ,,Ich bin Schalke-Fan, aber auch Mitglied beim KSC in Karlsruhe,‘‘ sagt Lüpertz stolz. Denn ,,Karlsruhe war für mich die erste Freiheit. Diese Stadt und die Möglichkeiten, die sie mir gab, knipsten das Licht an und sie wärmte mich mit ihrem südlichen Charme,‘‘ stellte Lüpertz 1988 fest, als er dort im lieblichen Karlsruhe lebte.&lt;br /&gt;Harry Mulisch dagegen mochte den Fußball nicht so sehr. Er war ein Fan von ,,Blondie‘‘ und der Popmusik. Und anstatt in Karlsruhe war Mulisch lieber in Wien, wenn er nicht in Amsterdam im Grand Café des Hotel Americain weilte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Di&lt;strong&gt;e Kunst von Markus Lüpertz im Museum von der Fabrik Würth ist noch bis 27. September bei Würth in Den Bosch zu sehen.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im Juni  2011 wird das Haager Gemeendemuseum&lt;/strong&gt; eine große Übersichtsausstellung der Werke von Markus Lüpertz präsentieren. ,,Das wird ein Highlight‘‘ freut sich der Künstler heute schon auf die Ausstellung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;---&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über die Würth-Gruppe, Hauptsitz Künzelsau, Baden-Württemberg&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Würth-Gruppe ist heute der weltweit größte Hersteller und Anbieter von Montage- und Befestigungstechnik und -Technologie. Sie bietet mehr als 100.000 Produkte an, beschäftigt weltweit 62.433 Mitarbeiter und konnte in 2010 den Umsatz um 14,2 % auf 8,6 Mrd. Euro steigern. Das Betriebsergebnis für 2010 wird nach Angaben des Konzerns in 2010 zwischen 380 Mio. und 400 Mio. Euro liegen. Die Kunstsammlung von Firmenchef Reinhold Würth ist eine der bedeutendsten in ganz Europa.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Links:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wuerth.com&quot;&gt;www.wuerth.com&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wurth.nl&quot;&gt;www.wurth.nl&lt;/a&gt;; &lt;a href=&quot;http://www.wurth.nl/kunstlocatie&quot;&gt;www.wurth.nl/kunstlocatie&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sonntags von 11-17.00 Uhr, Eintritt frei.  &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Adresse: &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Het Sterrenbeel 35, Den Bosch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;23.1.2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
	</entry>
	<entry>
		<title>Harry Mulisch ist tot</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/307-harry-mulisch-tot"/>
		<published>2010-11-01T15:45:04Z</published>
		<updated>2010-11-01T15:45:04Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/307-harry-mulisch-tot</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/harry-mulisch.jpg&quot; alt=&quot;Harry Mulisch&quot; title=&quot;Harry Mulisch&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Harry Mulisch erlag einem Krebsleiden&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Der niederländische Schriftsteller war ein literarisches Monument&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Haag. Der weltberühmte niederländische Schriftsteller Harry Mulisch ist tot. Der 83jährige starb am Samstagabend, den 30. Oktober 2010 um 20 Uhr im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Amsterdam, so teilte sein Verlag ,,De Bezige Bij‘‘ am Sonntag, dem 31. Oktober mit. Mulisch erlag einem Krebsleiden, an dem er seit Monaten litt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Weltberühmt wurde Harry Mullisch durch seinen Roman ,,&lt;strong&gt;De Aanslag,‘‘&lt;/strong&gt; der 1982 in den Niederlanden erschien und 1986 verfilmt wurde. Der Film wurde mit einem Oskar ausgezeichnet. 1986 erschien ,,De Aanslag‘‘ als ,,Das Attentat‘‘ beim Hanser Verlag in deutscher Sprache. Das Buch beginnt mit den Sätzen: ,,Weit, weit zurück, im Zweiten Weltkrieg, wohnte ein gewisser Anton Steenwijk mit seinen Eltern und seinem Bruder am Stadtrand von Haarlem. An einer schmalen Straße, die über eine Länge von hundert Metern am Wasser entlangführte und dann in einem sanften Bogen zu einer gewöhnlichen Landstraße wurde, standen nicht weit voneinander entfernt vier Häuser. (...)Ihre braven bürgerlichen Namen stammten aus sorgloseren Tagen: Schöne Aussicht, Freiruh, Niegedacht Ruheort.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zentrales Thea des ,,Attentats‘‘ ist der Widerstand der Niederländer gegen die Besatzung durch Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg (1940-1945). Von diesem Buch wurden weltweit mehr als eine Million Exemplare verkauft. Es wurde in 30 Sprachen übersetzt und ist Pflichtlektüre an allen niederländischen Schulen. Sein weiteres Meisterwerk trägt den Titel: &lt;strong&gt;,,Die Entdeckung des Himmels.‘‘&lt;/strong&gt; Es ist ebenfalls zu einem Klassiker der niederländischen und der Welt-Literatur geworden. Nach der Publikation dieses Meisterwerkes, das ebenfalls ein Bestseller wurde, nannten Literaturkritiker Harry Mulisch in einem Atemzug mit &lt;strong&gt;Thomas Mann und Robert Musil.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Die großen Drei&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Harry Mulisch wurde am 29. Juli 1927 in Haarlem geboren. Zusammen mit &lt;strong&gt;Gerard Reve und Willem Frederik Hermans formte er ein Schriftsteller-Trio, das in den Niederlanden als ,,De Grote Drie‘‘ die drei Großen, bezeichnet wurde. &lt;/strong&gt;Harry Mulisch war der Sohn des Österreichers Kurt Victor Karl Mulisch und der flämisch-deutschen aus Antwerpen stammenden Jüdin Alice Schwarz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Zweiter Weltkrieg&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Durch seinen familiären Hintergrund hat sich Mulisch, dessen zweite Muttersprache Deutsch war, immer gegen die in den Niederlanden noch immer vorherrschende Stereotypisierung zwischen jenen, die im Zweiten Weltkrieg ,,auf der richtigen Seite‘‘ und jenen, die ,,auf der falschen Seite‘‘ gestanden haben, gewehrt. In holländisch heißt das ,,goed‘‘ und ,,fout‘‘ gewesen zu sein. Sein österreichischer Vater Kurt Victor Karl Mulisch, der von Mulisch´s Mutter Alice Schwarz getrennt lebte, kollaborierte während der Besatzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis, um zu verhindern, dass sein jüdischer Sohn Harry und seine Ex-Frau Alice, die Mutter von Harry,  ins KZ deportiert wurden. Das ist ihm gelungen. Harry Mulisch und Alice Schwarz haben den Holocaust überlebt. Andere Angehörige von Mulisch wurden deportiert. Sie starben im KZ Sobibor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Harry Mulisch sagt dazu: ,,Ich habe den Zweiten Weltkrieg nicht nur mitgemacht. &lt;strong&gt;Ich bin der Zweite Weltkrieg.‘‘&lt;/strong&gt; Sein ganzes Leben und sein ganze Oevre waren vom Zweiten Weltkrieg bestimmt und geprägt. Ein zentraler Begriff in den Werken von Mulisch ist das das Wort ,,as‘‘ (Asche) für alles vergängliche. Aber AS, das waren auch die Anfangsbuchstaben des Namens seiner Mutter. Mulisch verfolgte 1961 in Israel den Eichmann-Prozess und schrieb darüber das Buch: ,,Strafsache 40/61.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seinen niederländischen Landsleuten, die oft nur in den einfachen Kategorien von ,,goed‘‘ und ,,fout‘‘ über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust denken, schrieb er mit österreichischer Ironie ins Stammbuch: ,,Ich mag die meiner Landsleute am liebsten, die nach 1945 in den Widerstand gegangen sind.‘‘&lt;br /&gt;In seiner Sturm und Drangzeit in den 60iger Jahren der Apo und der Provos in Amsterdam flog er als linker Aktivist nach Kuba, wo Mulisch auch &lt;strong&gt;Fidel Castro&lt;/strong&gt; traf. Eine Zeitlang war Mulisch ein feuriger Castro-Anhänger und eiferte für die Revolution. Zusammen mit &lt;strong&gt;Hugo Claus&lt;/strong&gt; verfasste er damals ein Libretto über Che Guevara sowie das Buch ,,Het woord bij de daad‘‘ (Lasst den Worten Taten folgen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Reaktionen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;,,Harry bewies in den zurückliegenden Wochen, als er schon sehr krank war, eine große Heroik. Wenn wir bei ihm waren, wurde nicht über seine Krankheit gesprochen. Er saß wie immer gut gekleidet in seinem Sessel. Er konnte sogar noch lachen. Er war ein einzigartiger Schriftsteller,‘‘ mit diesen Sätzen würdigte sein Freund und Kollege &lt;strong&gt;Cees Nooteboom&lt;/strong&gt; in einer ersten Reaktion am Sonntag im niederländischen Fernsehen Harry Mulisch. Mulisch selbst definierte die Funktion eines Schriftstellers einmal so: ,,Auftrag des Schriftstellers ist es, das Rätsel zu vergrößern.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Harry Mulisch wurde mehrfach für den Literatur-Nobelpreis nominiert, hat ihn aber nie erhalten. Mit seinem Tod verlieren die Niederlande und verliert die niederländische Sprache einen ganz großen Autor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;31.10.2010&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/harry-mulisch.jpg&quot; alt=&quot;Harry Mulisch&quot; title=&quot;Harry Mulisch&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Harry Mulisch erlag einem Krebsleiden&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Der niederländische Schriftsteller war ein literarisches Monument&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Haag. Der weltberühmte niederländische Schriftsteller Harry Mulisch ist tot. Der 83jährige starb am Samstagabend, den 30. Oktober 2010 um 20 Uhr im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Amsterdam, so teilte sein Verlag ,,De Bezige Bij‘‘ am Sonntag, dem 31. Oktober mit. Mulisch erlag einem Krebsleiden, an dem er seit Monaten litt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Weltberühmt wurde Harry Mullisch durch seinen Roman ,,&lt;strong&gt;De Aanslag,‘‘&lt;/strong&gt; der 1982 in den Niederlanden erschien und 1986 verfilmt wurde. Der Film wurde mit einem Oskar ausgezeichnet. 1986 erschien ,,De Aanslag‘‘ als ,,Das Attentat‘‘ beim Hanser Verlag in deutscher Sprache. Das Buch beginnt mit den Sätzen: ,,Weit, weit zurück, im Zweiten Weltkrieg, wohnte ein gewisser Anton Steenwijk mit seinen Eltern und seinem Bruder am Stadtrand von Haarlem. An einer schmalen Straße, die über eine Länge von hundert Metern am Wasser entlangführte und dann in einem sanften Bogen zu einer gewöhnlichen Landstraße wurde, standen nicht weit voneinander entfernt vier Häuser. (...)Ihre braven bürgerlichen Namen stammten aus sorgloseren Tagen: Schöne Aussicht, Freiruh, Niegedacht Ruheort.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zentrales Thea des ,,Attentats‘‘ ist der Widerstand der Niederländer gegen die Besatzung durch Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg (1940-1945). Von diesem Buch wurden weltweit mehr als eine Million Exemplare verkauft. Es wurde in 30 Sprachen übersetzt und ist Pflichtlektüre an allen niederländischen Schulen. Sein weiteres Meisterwerk trägt den Titel: &lt;strong&gt;,,Die Entdeckung des Himmels.‘‘&lt;/strong&gt; Es ist ebenfalls zu einem Klassiker der niederländischen und der Welt-Literatur geworden. Nach der Publikation dieses Meisterwerkes, das ebenfalls ein Bestseller wurde, nannten Literaturkritiker Harry Mulisch in einem Atemzug mit &lt;strong&gt;Thomas Mann und Robert Musil.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Die großen Drei&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Harry Mulisch wurde am 29. Juli 1927 in Haarlem geboren. Zusammen mit &lt;strong&gt;Gerard Reve und Willem Frederik Hermans formte er ein Schriftsteller-Trio, das in den Niederlanden als ,,De Grote Drie‘‘ die drei Großen, bezeichnet wurde. &lt;/strong&gt;Harry Mulisch war der Sohn des Österreichers Kurt Victor Karl Mulisch und der flämisch-deutschen aus Antwerpen stammenden Jüdin Alice Schwarz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Zweiter Weltkrieg&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Durch seinen familiären Hintergrund hat sich Mulisch, dessen zweite Muttersprache Deutsch war, immer gegen die in den Niederlanden noch immer vorherrschende Stereotypisierung zwischen jenen, die im Zweiten Weltkrieg ,,auf der richtigen Seite‘‘ und jenen, die ,,auf der falschen Seite‘‘ gestanden haben, gewehrt. In holländisch heißt das ,,goed‘‘ und ,,fout‘‘ gewesen zu sein. Sein österreichischer Vater Kurt Victor Karl Mulisch, der von Mulisch´s Mutter Alice Schwarz getrennt lebte, kollaborierte während der Besatzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis, um zu verhindern, dass sein jüdischer Sohn Harry und seine Ex-Frau Alice, die Mutter von Harry,  ins KZ deportiert wurden. Das ist ihm gelungen. Harry Mulisch und Alice Schwarz haben den Holocaust überlebt. Andere Angehörige von Mulisch wurden deportiert. Sie starben im KZ Sobibor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Harry Mulisch sagt dazu: ,,Ich habe den Zweiten Weltkrieg nicht nur mitgemacht. &lt;strong&gt;Ich bin der Zweite Weltkrieg.‘‘&lt;/strong&gt; Sein ganzes Leben und sein ganze Oevre waren vom Zweiten Weltkrieg bestimmt und geprägt. Ein zentraler Begriff in den Werken von Mulisch ist das das Wort ,,as‘‘ (Asche) für alles vergängliche. Aber AS, das waren auch die Anfangsbuchstaben des Namens seiner Mutter. Mulisch verfolgte 1961 in Israel den Eichmann-Prozess und schrieb darüber das Buch: ,,Strafsache 40/61.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seinen niederländischen Landsleuten, die oft nur in den einfachen Kategorien von ,,goed‘‘ und ,,fout‘‘ über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust denken, schrieb er mit österreichischer Ironie ins Stammbuch: ,,Ich mag die meiner Landsleute am liebsten, die nach 1945 in den Widerstand gegangen sind.‘‘&lt;br /&gt;In seiner Sturm und Drangzeit in den 60iger Jahren der Apo und der Provos in Amsterdam flog er als linker Aktivist nach Kuba, wo Mulisch auch &lt;strong&gt;Fidel Castro&lt;/strong&gt; traf. Eine Zeitlang war Mulisch ein feuriger Castro-Anhänger und eiferte für die Revolution. Zusammen mit &lt;strong&gt;Hugo Claus&lt;/strong&gt; verfasste er damals ein Libretto über Che Guevara sowie das Buch ,,Het woord bij de daad‘‘ (Lasst den Worten Taten folgen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Reaktionen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;,,Harry bewies in den zurückliegenden Wochen, als er schon sehr krank war, eine große Heroik. Wenn wir bei ihm waren, wurde nicht über seine Krankheit gesprochen. Er saß wie immer gut gekleidet in seinem Sessel. Er konnte sogar noch lachen. Er war ein einzigartiger Schriftsteller,‘‘ mit diesen Sätzen würdigte sein Freund und Kollege &lt;strong&gt;Cees Nooteboom&lt;/strong&gt; in einer ersten Reaktion am Sonntag im niederländischen Fernsehen Harry Mulisch. Mulisch selbst definierte die Funktion eines Schriftstellers einmal so: ,,Auftrag des Schriftstellers ist es, das Rätsel zu vergrößern.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Harry Mulisch wurde mehrfach für den Literatur-Nobelpreis nominiert, hat ihn aber nie erhalten. Mit seinem Tod verlieren die Niederlande und verliert die niederländische Sprache einen ganz großen Autor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;31.10.2010&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
	</entry>
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		<title>Den Haag - Das Ewig Weibliche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/302-den-haag-kunst-von-frauen"/>
		<published>2010-09-06T11:31:04Z</published>
		<updated>2010-09-06T11:31:04Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/302-den-haag-kunst-von-frauen</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/iinfiiniit-opening.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 24pt;&quot;&gt;iinfiiniit&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Zes vrouwlijke kunstenaars geven zich bloot&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Openings-Speech door HELMUT HETZEL&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Opening: iinfiiniit.nl,  Den Haag 5.9.2010&lt;br /&gt;Boekhorststraat 139&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Welcome op deze unieke tentoonstelling.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Welcome in de Boekhorststraat, die wij bij deze even herbenoemen in - wat denkt u? - in:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Noordeinde-Zuid.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deze prachtige tentoonstelling kwam tot stand op initiatief van :&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Brigitte Spiegeler.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dank u wel, mercie und dankeschön Brigitte, dat je dat kunstproject Iinfiiniit hebt opgestart&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Het is te zien t/m 26 september&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Waroom heet het project iinfiiniit?&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;,, iinfiiniit is een kunstwoord, vertelde mij Brigitte als ik haar ernaar vroeg. ,,We zaten gezellig te brainstormen. Wij kwamen uit op: iinfiiniit, klinkt goed, het word geeft verschillende dimensies weer - die vele i's geven aan, dat alles met alles samenhangt.''&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Naast de kunstwerken van&lt;strong&gt; Brigitte&lt;/strong&gt; ziet u hier ook kunstwerken  van:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Hendrikje Claasen, Helene van ´t Hoen, Margot Rood, Rosemarie Schenkels en Mieneke van Teylingen.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meer informatie over de kunstenaars op: www.iinfiiniit.nl&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Het motto van deze tentoonstelling is:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;iinfiiniit - Zes vrouwelijke kunstenaars geven zich bloot - &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;em&gt;figuurlijk natuurlijk.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Zes Haagse kunstenaars, zes vrouwen, zes levens, zes levensfasen. Die een is net moeder geworden, die andere heeft net een nieuwe liefde. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Dat levert natuurlijk inspiratie op, werkdrift, kunst!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wat zien we?&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Wij zien vuurtorens in het bos, wij zien de wip-haas, wij zien kindergezichten, rouwe landschappen, melancholische kastelen, wij zien bont en beestjes.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als ik twee dagen geleden hier voor een preview kwam, vroeg ik me af: wat is het verbindende tussen all die kunst, die hier te zien is?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Het zijn drie dingen:&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;1) Het is kunst van vrouwen, dus vrouwelijke kunst &lt;br /&gt;2) Het is kunst van grote variëteit - variety is the spice of life. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;3) Het is kunst, die met veel emotie, hartstocht en passie gemakt is. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Het is kunst die je raakt.  Het is Kunst die niet alleen het oog maar ook de ziel kan strelen.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Ik moest aan het citaat van de Duitse Dichter Goethe denken:&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;,,Ist nur ein Gleichnis; Das Unzulängliche, Hier wird's Ereignis; Das Unbeschreibliche, Hier ist's getan; Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan. ...‘‘&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Ik denk, dat is het bijzondere aan deze tentoonstelling - het is de aantrekkingskracht van het ,,ewig Weibliche'' die wij in all die kunstwerken hier zien&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Dus geniet van deze tentoonstelling en laat u zich inspireren van deze vrouwen-power! Van deze power-vrouwen!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Veel plezier!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Slideshow  en fotos by Andrea Ege:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lovelymoments.nl/slideshows/vernissage/index.html&quot;&gt;http://www.lovelymoments.nl/slideshows/vernissage/index.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Link: &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.iinfiiniit.nl&quot;&gt;www.iinfiiniit.nl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lovelymoments.nl&quot;&gt;www.lovelymoments.nl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/iinfiiniit5-brigitte.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Brigitte Spiegeler&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/iinfiiniit-opening.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 24pt;&quot;&gt;iinfiiniit&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Zes vrouwlijke kunstenaars geven zich bloot&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Openings-Speech door HELMUT HETZEL&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Opening: iinfiiniit.nl,  Den Haag 5.9.2010&lt;br /&gt;Boekhorststraat 139&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Welcome op deze unieke tentoonstelling.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Welcome in de Boekhorststraat, die wij bij deze even herbenoemen in - wat denkt u? - in:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Noordeinde-Zuid.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deze prachtige tentoonstelling kwam tot stand op initiatief van :&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Brigitte Spiegeler.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dank u wel, mercie und dankeschön Brigitte, dat je dat kunstproject Iinfiiniit hebt opgestart&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Het is te zien t/m 26 september&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Waroom heet het project iinfiiniit?&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;,, iinfiiniit is een kunstwoord, vertelde mij Brigitte als ik haar ernaar vroeg. ,,We zaten gezellig te brainstormen. Wij kwamen uit op: iinfiiniit, klinkt goed, het word geeft verschillende dimensies weer - die vele i's geven aan, dat alles met alles samenhangt.''&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Naast de kunstwerken van&lt;strong&gt; Brigitte&lt;/strong&gt; ziet u hier ook kunstwerken  van:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Hendrikje Claasen, Helene van ´t Hoen, Margot Rood, Rosemarie Schenkels en Mieneke van Teylingen.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meer informatie over de kunstenaars op: www.iinfiiniit.nl&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Het motto van deze tentoonstelling is:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;iinfiiniit - Zes vrouwelijke kunstenaars geven zich bloot - &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;em&gt;figuurlijk natuurlijk.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Zes Haagse kunstenaars, zes vrouwen, zes levens, zes levensfasen. Die een is net moeder geworden, die andere heeft net een nieuwe liefde. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Dat levert natuurlijk inspiratie op, werkdrift, kunst!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wat zien we?&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Wij zien vuurtorens in het bos, wij zien de wip-haas, wij zien kindergezichten, rouwe landschappen, melancholische kastelen, wij zien bont en beestjes.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als ik twee dagen geleden hier voor een preview kwam, vroeg ik me af: wat is het verbindende tussen all die kunst, die hier te zien is?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Het zijn drie dingen:&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;1) Het is kunst van vrouwen, dus vrouwelijke kunst &lt;br /&gt;2) Het is kunst van grote variëteit - variety is the spice of life. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;3) Het is kunst, die met veel emotie, hartstocht en passie gemakt is. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Het is kunst die je raakt.  Het is Kunst die niet alleen het oog maar ook de ziel kan strelen.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Ik moest aan het citaat van de Duitse Dichter Goethe denken:&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;,,Ist nur ein Gleichnis; Das Unzulängliche, Hier wird's Ereignis; Das Unbeschreibliche, Hier ist's getan; Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan. ...‘‘&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Ik denk, dat is het bijzondere aan deze tentoonstelling - het is de aantrekkingskracht van het ,,ewig Weibliche'' die wij in all die kunstwerken hier zien&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Dus geniet van deze tentoonstelling en laat u zich inspireren van deze vrouwen-power! Van deze power-vrouwen!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Veel plezier!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Slideshow  en fotos by Andrea Ege:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lovelymoments.nl/slideshows/vernissage/index.html&quot;&gt;http://www.lovelymoments.nl/slideshows/vernissage/index.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Link: &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.iinfiiniit.nl&quot;&gt;www.iinfiiniit.nl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.lovelymoments.nl&quot;&gt;www.lovelymoments.nl&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/iinfiiniit5-brigitte.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Brigitte Spiegeler&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
	</entry>
	<entry>
		<title>Klimawandel: Ap Verheggen protestiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/290-klimawandel"/>
		<published>2010-04-04T16:44:58Z</published>
		<updated>2010-04-04T16:44:58Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/290-klimawandel</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/ap-grnland2.jpg&quot; alt=&quot;Ap Verheggen&quot; title=&quot;Ap Verheggen&quot; /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;,,Das Eis war noch nie so dünn‘‘&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Klimawandel bedroht die Inuit-Kultur:&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Niederländischer Künstler Ap Verheggen setzt Kunstwerk auf schwimmenden Eisberg in Grönland - &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;HM-Interview mit Ap Verheggen&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Haag. Ap Verheggen stehen die Strapazen noch ins Gesicht geschrieben. Zwei Wochen war der niederländische Bildhauer mit einer 16köpfigen Crew auf Grönland unterwegs. Dort platzierte der 45jährige Haager Künstler auf einem schwimmenden Eisberg eine Skulptur. &lt;strong&gt;Seine Aktion ist ein Protestschrei um auf das Schicksal der Inuit in Grönland und anderswo aufmerksam zu machen&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; ,,Denn durch den Klimawandel droht ein Volk, eine Kultur zu sterben.‘‘ Seine Skulptur ,,Dog Sled Riders‘‘ - Schlittenhundefahrer steht seit Samstag auf dem Eisberg auf der &lt;strong&gt;Grönland-Insel Uummanaq.&lt;/strong&gt; Über eine Videokamera mit GPS-Verbindung kann auf seiner Website verfolgt werden, wohin der Eisberg mit der Skulptur treibt und wie schnell er schmilzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;HetzelMedia HM sprach mit Ap Verheggen direkt nach dessen Rückkehr aus Grönland in Den Haag.&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Herr Verheggen. Wie kamen Sie auf die Idee ausgerechnet auf Grönland ihre neue Skulptur zu platzieren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Ich bin fasziniert vom Polargebiet und der Arktis und den Menschen, den Inuit, die dort leben. Vor sechs Jahren war ich zum ersten Mal dort. Die Menschen und das Stück Erde, besser das Eis, haben mich seither nie mehr losgelassen. Mit meinem neuen Kunstwerk wollte ich ein Zeichen setzen. Denn die Kultur der Inuit sind in ihrer Existenz bedroht. Der Klimawandel raubt ihnen ihre Lebensgrundlage. Sie können mit ihren Hundeschlitten und ihren Hunden nicht mehr auf die Jagd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/ap-grnland.jpg&quot; alt=&quot;Ap Verheggen auf Grönland&quot; title=&quot;Ap Verheggen auf Grönland&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Warum nicht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: &lt;strong&gt;Das Eis ist stellenweise nur noch zehn Zentimeter dick. Früher war das ein Meter. Weihnachten hat es auf der Insel Uummannaq geregnet. Die Inuit haben kein Futter mehr für ihre Schlittenhunde&lt;/strong&gt;. Sie müssen 1500 ihrer insgesamt 4000 Schlittenhunde erschießen. Die ersten Hunde wurden schon erschossen. Es droht eine ganze Kultur auszusterben. Das ist schrecklich. Deshalb will ich mit meiner Kunstaktion auf die Lage der Inuit aufmerksam machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Sie protestieren also mit ihrer Kunst gegen die Erwärmung der Erde und den Anstieg der Meeresspiegel...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Den Begriff ,,Erwärmung der Erde‘‘ meide ich lieber.&lt;strong&gt; Ich bin Künstler, kein Wissenschaftler. Ich spreche lieber vom Klimawandel&lt;/strong&gt;. Worum es mir geht, ist ein Zeichen zu setzen und die Debatte über den Klimawandel auf das Schicksal der Inuit und ihre Kultur zu lenken. Niemand macht das, auch Al Gore nicht. Wir müssen uns mit diesem Thema beschäftigen und den Inuit helfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Wie?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Wie gesagt, ich bin kein Wissenschaftler, ich habe keine Patentrezepte, ich will mit meiner Kunst die Menschen wachrütteln, darum habe ich meine neue Skulptur auf den schwimmenden Eisberg in Grönland gestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Was ist das für eine Skulptur?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A:&lt;strong&gt; Es ist eine riesige Peitsche aus Stahl und Leinen, den Peitschen nachempfunden, die die Inuit gebrauchen, um ihre Hunde mit dem Schlitten anzutreiben, dargestellt aus der Sicht eines Hundeschlittenfahrers, dessen Füße in der Skulptur auch abgebildet werden. Die Skulptur steht wie eingefroren auf dem Eisberg. Nun entscheidet die Natur, wohin die Reise geht und wo sie endet.&lt;br /&gt;Das Kunstwerk wird mit dem Eisberg, wenn er weggeschmolzen ist, untergehen.&lt;/strong&gt; Aber wir können das alles über unsere GPS-Kamera auf meiner Website mit verfolgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Wie haben Sie das gigantische Projekt finanziert?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Ich habe vieles aus eigener Tasche bezahlt, wie auch die meisten meiner Mitarbeiter. Wir hatten aber auch Sponsoren. Der World Natur Fonds gehörte dazu. Zahlreiche TV-Stationen in der ganzen Welt haben die Aktion gefilmt, darunter auch Reuters TV, und gesendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Was war die wichtigste Erfahrung, die Sie während ihres spektakulären Kunstprojekts auf Grönland machten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Ironie der Geschichte. Das Kunstprojekt wurde vom Klimawandel selbst eingeholt. Wir wollten die Kisten in denen das Stahlgerüst der Skulptur war, eigentlich mit Schlittenhunden zu dem Eisberg transportieren. Das aber ging nicht mehr, weil das Eis zu dünn wurde. Deshalb mussten wir einen Hubschrauber einsetzen. Ich habe den Klimawandel und das Schmelzen des Eises auf Grönland hautnah erlebt, während wir das Projekt realisierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Vielen Dank für das Gespräch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Infobox: Grönland schmilzt weg&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Htz. Laut einer Studie von dänischen und amerikanischen Wissenschaftlern schmilzt die grönländische Eislandschaft immer schneller und großflächiger. Das Schmelzwasser rinnt ins Meer und lässt den Meeresspiegel steigen. Dieser Studie zu Folge gingen zwischen April 2002 und Februar 2009 rund 1600 Kubikkilometer Eis auf Grönland verloren. Das führte in diesem Zeitraum zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 0,5 Millimeter im Jahr.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Quelle: Geophysical Research Letters der amerikanischen Geophysikalischen Union, 2010, 37 (6), L06501.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.coolemotion.org&quot;&gt;www.coolemotion.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;28.3.2010&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/ap-grnland2.jpg&quot; alt=&quot;Ap Verheggen&quot; title=&quot;Ap Verheggen&quot; /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;,,Das Eis war noch nie so dünn‘‘&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Klimawandel bedroht die Inuit-Kultur:&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Niederländischer Künstler Ap Verheggen setzt Kunstwerk auf schwimmenden Eisberg in Grönland - &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;HM-Interview mit Ap Verheggen&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Haag. Ap Verheggen stehen die Strapazen noch ins Gesicht geschrieben. Zwei Wochen war der niederländische Bildhauer mit einer 16köpfigen Crew auf Grönland unterwegs. Dort platzierte der 45jährige Haager Künstler auf einem schwimmenden Eisberg eine Skulptur. &lt;strong&gt;Seine Aktion ist ein Protestschrei um auf das Schicksal der Inuit in Grönland und anderswo aufmerksam zu machen&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; ,,Denn durch den Klimawandel droht ein Volk, eine Kultur zu sterben.‘‘ Seine Skulptur ,,Dog Sled Riders‘‘ - Schlittenhundefahrer steht seit Samstag auf dem Eisberg auf der &lt;strong&gt;Grönland-Insel Uummanaq.&lt;/strong&gt; Über eine Videokamera mit GPS-Verbindung kann auf seiner Website verfolgt werden, wohin der Eisberg mit der Skulptur treibt und wie schnell er schmilzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;HetzelMedia HM sprach mit Ap Verheggen direkt nach dessen Rückkehr aus Grönland in Den Haag.&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Herr Verheggen. Wie kamen Sie auf die Idee ausgerechnet auf Grönland ihre neue Skulptur zu platzieren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Ich bin fasziniert vom Polargebiet und der Arktis und den Menschen, den Inuit, die dort leben. Vor sechs Jahren war ich zum ersten Mal dort. Die Menschen und das Stück Erde, besser das Eis, haben mich seither nie mehr losgelassen. Mit meinem neuen Kunstwerk wollte ich ein Zeichen setzen. Denn die Kultur der Inuit sind in ihrer Existenz bedroht. Der Klimawandel raubt ihnen ihre Lebensgrundlage. Sie können mit ihren Hundeschlitten und ihren Hunden nicht mehr auf die Jagd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/ap-grnland.jpg&quot; alt=&quot;Ap Verheggen auf Grönland&quot; title=&quot;Ap Verheggen auf Grönland&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Warum nicht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: &lt;strong&gt;Das Eis ist stellenweise nur noch zehn Zentimeter dick. Früher war das ein Meter. Weihnachten hat es auf der Insel Uummannaq geregnet. Die Inuit haben kein Futter mehr für ihre Schlittenhunde&lt;/strong&gt;. Sie müssen 1500 ihrer insgesamt 4000 Schlittenhunde erschießen. Die ersten Hunde wurden schon erschossen. Es droht eine ganze Kultur auszusterben. Das ist schrecklich. Deshalb will ich mit meiner Kunstaktion auf die Lage der Inuit aufmerksam machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Sie protestieren also mit ihrer Kunst gegen die Erwärmung der Erde und den Anstieg der Meeresspiegel...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Den Begriff ,,Erwärmung der Erde‘‘ meide ich lieber.&lt;strong&gt; Ich bin Künstler, kein Wissenschaftler. Ich spreche lieber vom Klimawandel&lt;/strong&gt;. Worum es mir geht, ist ein Zeichen zu setzen und die Debatte über den Klimawandel auf das Schicksal der Inuit und ihre Kultur zu lenken. Niemand macht das, auch Al Gore nicht. Wir müssen uns mit diesem Thema beschäftigen und den Inuit helfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Wie?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Wie gesagt, ich bin kein Wissenschaftler, ich habe keine Patentrezepte, ich will mit meiner Kunst die Menschen wachrütteln, darum habe ich meine neue Skulptur auf den schwimmenden Eisberg in Grönland gestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Was ist das für eine Skulptur?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A:&lt;strong&gt; Es ist eine riesige Peitsche aus Stahl und Leinen, den Peitschen nachempfunden, die die Inuit gebrauchen, um ihre Hunde mit dem Schlitten anzutreiben, dargestellt aus der Sicht eines Hundeschlittenfahrers, dessen Füße in der Skulptur auch abgebildet werden. Die Skulptur steht wie eingefroren auf dem Eisberg. Nun entscheidet die Natur, wohin die Reise geht und wo sie endet.&lt;br /&gt;Das Kunstwerk wird mit dem Eisberg, wenn er weggeschmolzen ist, untergehen.&lt;/strong&gt; Aber wir können das alles über unsere GPS-Kamera auf meiner Website mit verfolgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Wie haben Sie das gigantische Projekt finanziert?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Ich habe vieles aus eigener Tasche bezahlt, wie auch die meisten meiner Mitarbeiter. Wir hatten aber auch Sponsoren. Der World Natur Fonds gehörte dazu. Zahlreiche TV-Stationen in der ganzen Welt haben die Aktion gefilmt, darunter auch Reuters TV, und gesendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Was war die wichtigste Erfahrung, die Sie während ihres spektakulären Kunstprojekts auf Grönland machten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A: Ironie der Geschichte. Das Kunstprojekt wurde vom Klimawandel selbst eingeholt. Wir wollten die Kisten in denen das Stahlgerüst der Skulptur war, eigentlich mit Schlittenhunden zu dem Eisberg transportieren. Das aber ging nicht mehr, weil das Eis zu dünn wurde. Deshalb mussten wir einen Hubschrauber einsetzen. Ich habe den Klimawandel und das Schmelzen des Eises auf Grönland hautnah erlebt, während wir das Projekt realisierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F: Vielen Dank für das Gespräch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;Infobox: Grönland schmilzt weg&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Htz. Laut einer Studie von dänischen und amerikanischen Wissenschaftlern schmilzt die grönländische Eislandschaft immer schneller und großflächiger. Das Schmelzwasser rinnt ins Meer und lässt den Meeresspiegel steigen. Dieser Studie zu Folge gingen zwischen April 2002 und Februar 2009 rund 1600 Kubikkilometer Eis auf Grönland verloren. Das führte in diesem Zeitraum zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 0,5 Millimeter im Jahr.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Quelle: Geophysical Research Letters der amerikanischen Geophysikalischen Union, 2010, 37 (6), L06501.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.coolemotion.org&quot;&gt;www.coolemotion.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;28.3.2010&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
	</entry>
	<entry>
		<title>Trabi-Event Rotterdam</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/286-trabi-event-rotterdam"/>
		<published>2010-03-14T15:43:40Z</published>
		<updated>2010-03-14T15:43:40Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/286-trabi-event-rotterdam</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/boris-lilly-kssen-sich.jpg&quot; alt=&quot;Deutsch-niederländische Liebe&quot; title=&quot;Deutsch-niederländische Liebe&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;             Zungenschlag und Fingerspitzengefühl&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fahren Sie mit -  beim 3. Trabi-Event - in Rotterdam am &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;11.3.2010&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Damen und Herren,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlich willkommen an Bord!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein besonderer Dank gilt: Maud Huisman und Carine Ettema für die Einladung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich freue mich, hier sein zu dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur vermisse ich jemanden. Jemand fehlt. Es ist:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angie - Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin. Sie ist gerade zu Gast bei Jan Peter Balkenende. Ich wollte sie eigentlich mitbringen, aber Jan Peter hatte bessere Karten als ich. Aber hier diese Tagung von Deutsch-Lehrern in den Niederlanden wäre das richtige Forum für die deutsche Bundeskanzlerin gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Gestatten Sie mir einige Fragen zum Beginn:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1) Wer kennt Peter Fox - Haus am See?&lt;br /&gt;2) Wer kann ein Zitat von Goethe auswendig?&lt;br /&gt;3) Was war der Lieblingswein von Goethe?&lt;br /&gt;4) Warum sollten Niederländer Deutsch lernen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mögliche Antworten habe ich gleich mitgebracht:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;a) weil Deutsch eine schöne Sprache ist&lt;br /&gt;b) weil Deutsch die am meisten gesprochene Sprache in Europa ist. Mehr als 100 Mio. Menschen in Europa sprechen Deutsch. Weltweit sind es etwa 125 Millionen, die Deutsch sprechen.&lt;br /&gt;c) weil Deutsch ein niederländischer Dialekt ist&lt;br /&gt;d) weil Deutsch die Sprache von Goethe und Schiller ist &lt;br /&gt;e) weil man sich mit Deutsch auch in Tallin und Budapest gut verständigen kann&lt;br /&gt;f) weil sogar Jan Peter Balkenende gut Deutsch spricht&lt;br /&gt;g) weil Goethe nur französische Weine trank&lt;br /&gt;h) weil Peter Fox Australier ist und kann gar nicht singen kann&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche Antworten sind falsch?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die letzten beiden. Goethe trank am liebsten Frankenwein der Lage Würzburger Stein, Riesling oder Silvaner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Peter Fox ist kein Australier, aber seine Mutter ist Französin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Einstimmung:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Lieblingszitat von Goethe:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;,,Wunsch und Wünsche zu erlangen, &lt;br /&gt;schaue nach dem Glanze dort, &lt;br /&gt;säume nicht Dich zu erdreisten, &lt;br /&gt;alles kann der Edle leisten.‘‘&lt;/strong&gt; (Faust)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr verehrte Damen und Herren,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Thema heute lautet:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zungenschlag und Fingerspitzengefühl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nenne es lieber: ein kleiner Ausflug in die deutsche Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also, fahren wir los - nicht mit dem Trabi, sondern mit dem Boot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich muss zugeben: Ich fahre lieber in einem BMW als in einem Trabi!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Apropos fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Sie wissen ja alle: In den Niederlanden fährt man mit dem Boot - in Deutschland fährt man mit dem Auto.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutschland ist ein Auto-Land. Die Niederlande sind ein Land der Schiffe, ein Land des Wassers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber beide fahren wir gerne. Die einen am liebsten auf der Autobahn, die anderen am liebsten auf der Amstel oder über die Nordsee, über die Ozeane gen Indonesien, New York, Kapstadt oder Osaka.&lt;br /&gt;Jedem das seine!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Deutschen bauen die besten Autos. Die Niederländer bauen die besten Schiffe!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der ,,Fliegende Holländer‘‘ war schließlich ein VOC-Schiff!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir schon beim Generalisieren sind und feststellen müssen, dass wir - die Deutschen und die Niederländer - nicht alleine auf der Welt sind, dann hilft es manchmal, über den eigenen Gartenzaun hinaus zu schauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder ein wenig zu reflektieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über Niederländer und ihre Sprachkenntnisse beispielsweise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bert ter Heijne erlebte Folgendes:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;,,Ik parkeer min auto met Frans nummerbord - want ik woon in Frankrijk - in het centrum van en dorp in de Achterhoek.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Er komt een man op me af van rond de zestig, die me met zichtbare trots, maar in zeer gebrekkig Frans, zijn vertaaldiensten aanbiedt.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Telkens probeer ik hem in het Nederlands te onderbreken door te zeggen dat ik een Nederlander ben. Als hij weer begint met: ,,Je parle francais...'' probeer ik het in het Frans met: ,,Je parle hollandais.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Verdwaasd kijkt hij zijn vrouw aan en vraagt: ,,Wet jij wat hij bedoelt?''&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Quelle NRC-Handelsblad, 8.2.2010)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Meine These dazu:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Hätte der Niederländer, der als Tourist Holland besucht, ein Auto mit einem deutschen Kennzeichen gefahren, wäre er vielleicht auch angesprochen worden, aber sicher nicht in Deutsch, sondern auf Englisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hätte der vermeintliche Deutsche dann in Niederländisch geantwortet, wäre es ihm wohl aber genau so ergangen wie dem vermeintlichen Franzosen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Niederländer, der ihn angesprochen hat, hätte weiter Englisch mit ihm geredet, obwohl der Gast aus Deutschland niederländisch sprechen konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/d-nl-das-perfekte-liebespaar.jpg&quot; alt=&quot;Deutsch-niederländisch Liebe&quot; title=&quot;Deutsch-niederländische Liebe&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Meine Damen und Herren:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die deutsche Sprache ist schön.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sie kennt Worte wie: Sehnsucht, Heimweh, Fingerspitzengefühl, Kindergarten, Zungenschlag&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über den Zungenschlag jetzt mehr:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fangen wir an mit:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ich stelle fest:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutsch ist wieder ,,in‘‘ in Holland. Jan Modaal aber auch viele niederländische Intellektuelle streuen wieder gerne deutsche Ausdrücke in ihre Sätze. Besonders beliebt und ungemein trendy ist es derzeit in Holland von ,,Schwung‘‘ zu sprechen, wenn jemand neuen Elan ausstrahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die beiden Stopp-Wörter ,,sowieso‘‘ und ,,überhaupt‘‘ sind aus der niederländischen Sprache sowieso nicht mehr wegzudenken. Ebenso wie das Substantiv ,,Alleingang‘‘ oder das ,,gefundene Fressen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Liebend gern verwenden Niederländer neuerdings das wunderschöne deutsche Wort: ,,Fingerspitzengefühl.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ihnen ,,unheimlich‘‘ ist, nennen sie das nun in ihrem batavischem Idiom: ,,unheimisch.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da schwingt auch ein bisschen Sehnsucht nach Heimat und nach dem einstigen ,,tropischen Holland‘‘ Nederlands Indie mit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und auch das deutsche Wort ,,Autobahn‘‘ wird in der Umgangssprache in Den Haag und anderswo in den Niederlanden immer öfter verwendet als die eigentliche niederländische Bezeichnung dafür: ,,de groote weg.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir fahrn, fahrn fahrn, auf der Autobahn....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soweit so gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wenn es darum geht, ganz auf die Fremdsprache Deutsch umzuschalten, dann tun sich viele Niederländer heute unheimlich schwer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten verstehen die Sprache des östlichen Nachbarn zwar noch, aber sie aktiv gebrauchen, also Deutsch reden, das ist schon eine große verbale Herausforderung, da man an den meisten niederländischen Schulen keine zweite oder dritte Fremdsprache mehr zwingend lernen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Folge: Deutsch und Französisch werden in der Regel schnell abgewählt. Als einzige Fremdsprache bleibt Englisch übrig, die Lingua Franca der Moderne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So kommt es, dass viele Niederländer, wenn sie Deutsch reden, wörtlich aus dem Niederländischen ins Deutsche übersetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,Platzieren Sie sich,‘‘ anstatt: ,,Nehmen Sie bitte Platz.‘‘ Oder: ,,Wir müssen Punkt für Punkt alles nachlaufen,‘‘ wenn sie meinen: ,,Wir sollten das systematisch analysieren.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Manchmal kann es auch peinlich werden, wenn ein niederländischer Mann sagt, dass seine Frau ,,für mich anschafft,‘‘ und er damit eigentlich ausdrücken will, dass seine Gattin berufstätig ist und nicht auf dem Strich geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder lustig: ,,Wir gehen zusammen ins Meer.‘‘ Im Niederländischen: ,,We gaan samen in zee‘‘ heißt keineswegs, dass man gemeinsam in die Nordsee taucht.&lt;br /&gt;In korrektem Deutsch heißt das: ,,Wir packen die Sache gemeinsam an.‘‘ Oder: ,,Wir kooperieren.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn Holländer sagen: ,,Das ist alter Kuchen,‘‘ dann meinen sie: ,,Das ist kalter Kaffee.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn sie sagen: ,,Er treibt gut‘‘ - ,,hij is echt goed op dreef‘‘ auf Niederländisch, wollen sie sagen: ,,Der Typ ist ganz gut drauf.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn sie die ,,Katze aus dem Baum gucken,‘‘ meinen sie, dass sie ,,die Katze nicht im Sack kaufen wollen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn sie ,,durch die Bank genommen einverstanden sind,‘‘ bedeutet das: ,,Generell kann ich dem zustimmen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umgekehrt wundern sich Niederländer, wenn ein Deutscher sie fragt: ,,Kommen Sie klar?‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;,,Klar komen‘‘ - Klar komen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Iederen van u weet wat daarmee in het Nederlands bedoeld is.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss der Klassiker:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,Ich belle Sie an,‘‘ sagt der niederländische Geschäftsfreund beim Abschied.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er meint damit aber nicht, dass er sich plötzlich in einen Hund verwandelt hat oder dass er böse geworden ist, sondern er will lediglich sagen: ,,Ich rufe sie an.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also dann: ,,Tot ziens‘‘ oder ,,Auf Wiedersehen‘‘ bis zum nächsten Mal - ,,tot de volgende keer‘‘, was nun überhaupt nichts mit Verkehr zu tun hat, schon gar nicht mit dem sexuellen, dem Geschlechtsverkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Aber Sex, Sexapeal hat sie schon, die deutsche Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sollten Sie in den Niederlanden Ihren Schülern vermitteln. Da ist Ihr Job!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Versuchen Sie es mit Peter Fox, mit Goethe und Schiller, mit Tokio Hotel, mit Rammstein, mit Udo Lindenberg, mit Nena, mit Martin Walser, Daniel Kehlmann, Heidi Klum, Karl Lagerfeld, Claudia Schiffer oder Bruno Jonas.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;***&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werte Gäste:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kenne eine Universität hier in den Niederlanden mit vielen ausländischen Studenten. Auch viele Deutsche studieren da. Die niederländischen und deutschen Studenten sprechen aber nicht Deutsch oder Niederländisch miteinander, sondern Englisch. Ist ja ok. &lt;strong&gt;Englisch ist nun mal die Lingua Franca der Moderne.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber - und das sollte Ihnen zu denken geben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- die Stadt, die sie, die Niederländer und die Deutschen an dieser Uni al Reiseziel am ,,geilsten‘‘ finden - das ist: - raten sie mal -&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;das ist: Berlin!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und in Berlin, da wird halt Deutsch gesprochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl wir in Bayern das schönere Deutsch sprechen, nämlich bayrisch oder fränkisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mir san mir in München.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wir sind: Frank und frei in Würzburg und in Nürnberg.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder wir sagen: Do draad noe, do is drokene boda, wennst neifälst hast bech kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verstanden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Aber Bayrisch oder noch besser: Fränkisch, das lerne ich Ihnen gerne in einem Privatkurs.&lt;br /&gt;Sie können ihn jetzt direkt bei mir buchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also auf geht´s liebe Leut: Deutsch ist eine ,,coole‘‘ Sprache. Go for it. Learn it, teach it, speak it!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und Deutsch hat viele Variante. Das Schwyzer-Dütsch beispielsweise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Lieblingssatz&lt;strong&gt;: ,,Om halbe vierie in Züri auf ein Kübli‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verstanden ? In Hochdeutsch: Um halb vier in Zürich auf ein Glas Champagner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Österreicher ,,jausen‘‘ wenn die Hamburger ,,Abendbrot essen‘‘ oder die Bayern ,,Brotzeit machen.‘‘ Und &lt;strong&gt;Karl Kraus&lt;/strong&gt;, dieser Schelm, hat die sprachlichen Unterschiede zwischen Deutschen und Österreichern in dem schönen Bonmot zusammengefasst: &lt;strong&gt;,,Es ist die gemeinsame Muttersprache, die uns trennt.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Recht hat er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber zum Abschluss nochmal, mein Lieblingszitat von Goethe als meine Hommage an die Deutsche Sprache  - für Sie:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;,,Wunsch und Wünsche zu erlangen, &lt;br /&gt;schaue nach dem Glanze dort,&lt;br /&gt;säume nicht dich zu erdreisten, &lt;br /&gt;alles kann der Edle leisten.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danke für ihre Aufmerksamkeit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Link: &lt;a href=&quot;http://www.ebn.nl/trabitour&quot;&gt;www.ebn.nl/trabitour&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/boris-lilly-kssen-sich.jpg&quot; alt=&quot;Deutsch-niederländische Liebe&quot; title=&quot;Deutsch-niederländische Liebe&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;             Zungenschlag und Fingerspitzengefühl&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Von HELMUT HETZEL&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fahren Sie mit -  beim 3. Trabi-Event - in Rotterdam am &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;11.3.2010&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Damen und Herren,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlich willkommen an Bord!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein besonderer Dank gilt: Maud Huisman und Carine Ettema für die Einladung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich freue mich, hier sein zu dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur vermisse ich jemanden. Jemand fehlt. Es ist:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angie - Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin. Sie ist gerade zu Gast bei Jan Peter Balkenende. Ich wollte sie eigentlich mitbringen, aber Jan Peter hatte bessere Karten als ich. Aber hier diese Tagung von Deutsch-Lehrern in den Niederlanden wäre das richtige Forum für die deutsche Bundeskanzlerin gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Gestatten Sie mir einige Fragen zum Beginn:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1) Wer kennt Peter Fox - Haus am See?&lt;br /&gt;2) Wer kann ein Zitat von Goethe auswendig?&lt;br /&gt;3) Was war der Lieblingswein von Goethe?&lt;br /&gt;4) Warum sollten Niederländer Deutsch lernen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mögliche Antworten habe ich gleich mitgebracht:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;a) weil Deutsch eine schöne Sprache ist&lt;br /&gt;b) weil Deutsch die am meisten gesprochene Sprache in Europa ist. Mehr als 100 Mio. Menschen in Europa sprechen Deutsch. Weltweit sind es etwa 125 Millionen, die Deutsch sprechen.&lt;br /&gt;c) weil Deutsch ein niederländischer Dialekt ist&lt;br /&gt;d) weil Deutsch die Sprache von Goethe und Schiller ist &lt;br /&gt;e) weil man sich mit Deutsch auch in Tallin und Budapest gut verständigen kann&lt;br /&gt;f) weil sogar Jan Peter Balkenende gut Deutsch spricht&lt;br /&gt;g) weil Goethe nur französische Weine trank&lt;br /&gt;h) weil Peter Fox Australier ist und kann gar nicht singen kann&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche Antworten sind falsch?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die letzten beiden. Goethe trank am liebsten Frankenwein der Lage Würzburger Stein, Riesling oder Silvaner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Peter Fox ist kein Australier, aber seine Mutter ist Französin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Einstimmung:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Lieblingszitat von Goethe:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;,,Wunsch und Wünsche zu erlangen, &lt;br /&gt;schaue nach dem Glanze dort, &lt;br /&gt;säume nicht Dich zu erdreisten, &lt;br /&gt;alles kann der Edle leisten.‘‘&lt;/strong&gt; (Faust)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr verehrte Damen und Herren,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Thema heute lautet:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zungenschlag und Fingerspitzengefühl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nenne es lieber: ein kleiner Ausflug in die deutsche Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also, fahren wir los - nicht mit dem Trabi, sondern mit dem Boot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich muss zugeben: Ich fahre lieber in einem BMW als in einem Trabi!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Apropos fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Sie wissen ja alle: In den Niederlanden fährt man mit dem Boot - in Deutschland fährt man mit dem Auto.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutschland ist ein Auto-Land. Die Niederlande sind ein Land der Schiffe, ein Land des Wassers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber beide fahren wir gerne. Die einen am liebsten auf der Autobahn, die anderen am liebsten auf der Amstel oder über die Nordsee, über die Ozeane gen Indonesien, New York, Kapstadt oder Osaka.&lt;br /&gt;Jedem das seine!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Deutschen bauen die besten Autos. Die Niederländer bauen die besten Schiffe!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der ,,Fliegende Holländer‘‘ war schließlich ein VOC-Schiff!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir schon beim Generalisieren sind und feststellen müssen, dass wir - die Deutschen und die Niederländer - nicht alleine auf der Welt sind, dann hilft es manchmal, über den eigenen Gartenzaun hinaus zu schauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder ein wenig zu reflektieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über Niederländer und ihre Sprachkenntnisse beispielsweise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bert ter Heijne erlebte Folgendes:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;,,Ik parkeer min auto met Frans nummerbord - want ik woon in Frankrijk - in het centrum van en dorp in de Achterhoek.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Er komt een man op me af van rond de zestig, die me met zichtbare trots, maar in zeer gebrekkig Frans, zijn vertaaldiensten aanbiedt.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Telkens probeer ik hem in het Nederlands te onderbreken door te zeggen dat ik een Nederlander ben. Als hij weer begint met: ,,Je parle francais...'' probeer ik het in het Frans met: ,,Je parle hollandais.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Verdwaasd kijkt hij zijn vrouw aan en vraagt: ,,Wet jij wat hij bedoelt?''&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Quelle NRC-Handelsblad, 8.2.2010)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Meine These dazu:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Hätte der Niederländer, der als Tourist Holland besucht, ein Auto mit einem deutschen Kennzeichen gefahren, wäre er vielleicht auch angesprochen worden, aber sicher nicht in Deutsch, sondern auf Englisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hätte der vermeintliche Deutsche dann in Niederländisch geantwortet, wäre es ihm wohl aber genau so ergangen wie dem vermeintlichen Franzosen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Niederländer, der ihn angesprochen hat, hätte weiter Englisch mit ihm geredet, obwohl der Gast aus Deutschland niederländisch sprechen konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/d-nl-das-perfekte-liebespaar.jpg&quot; alt=&quot;Deutsch-niederländisch Liebe&quot; title=&quot;Deutsch-niederländische Liebe&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Meine Damen und Herren:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die deutsche Sprache ist schön.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sie kennt Worte wie: Sehnsucht, Heimweh, Fingerspitzengefühl, Kindergarten, Zungenschlag&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über den Zungenschlag jetzt mehr:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fangen wir an mit:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ich stelle fest:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutsch ist wieder ,,in‘‘ in Holland. Jan Modaal aber auch viele niederländische Intellektuelle streuen wieder gerne deutsche Ausdrücke in ihre Sätze. Besonders beliebt und ungemein trendy ist es derzeit in Holland von ,,Schwung‘‘ zu sprechen, wenn jemand neuen Elan ausstrahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die beiden Stopp-Wörter ,,sowieso‘‘ und ,,überhaupt‘‘ sind aus der niederländischen Sprache sowieso nicht mehr wegzudenken. Ebenso wie das Substantiv ,,Alleingang‘‘ oder das ,,gefundene Fressen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Liebend gern verwenden Niederländer neuerdings das wunderschöne deutsche Wort: ,,Fingerspitzengefühl.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ihnen ,,unheimlich‘‘ ist, nennen sie das nun in ihrem batavischem Idiom: ,,unheimisch.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da schwingt auch ein bisschen Sehnsucht nach Heimat und nach dem einstigen ,,tropischen Holland‘‘ Nederlands Indie mit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und auch das deutsche Wort ,,Autobahn‘‘ wird in der Umgangssprache in Den Haag und anderswo in den Niederlanden immer öfter verwendet als die eigentliche niederländische Bezeichnung dafür: ,,de groote weg.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir fahrn, fahrn fahrn, auf der Autobahn....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soweit so gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wenn es darum geht, ganz auf die Fremdsprache Deutsch umzuschalten, dann tun sich viele Niederländer heute unheimlich schwer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten verstehen die Sprache des östlichen Nachbarn zwar noch, aber sie aktiv gebrauchen, also Deutsch reden, das ist schon eine große verbale Herausforderung, da man an den meisten niederländischen Schulen keine zweite oder dritte Fremdsprache mehr zwingend lernen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Folge: Deutsch und Französisch werden in der Regel schnell abgewählt. Als einzige Fremdsprache bleibt Englisch übrig, die Lingua Franca der Moderne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So kommt es, dass viele Niederländer, wenn sie Deutsch reden, wörtlich aus dem Niederländischen ins Deutsche übersetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,Platzieren Sie sich,‘‘ anstatt: ,,Nehmen Sie bitte Platz.‘‘ Oder: ,,Wir müssen Punkt für Punkt alles nachlaufen,‘‘ wenn sie meinen: ,,Wir sollten das systematisch analysieren.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Manchmal kann es auch peinlich werden, wenn ein niederländischer Mann sagt, dass seine Frau ,,für mich anschafft,‘‘ und er damit eigentlich ausdrücken will, dass seine Gattin berufstätig ist und nicht auf dem Strich geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder lustig: ,,Wir gehen zusammen ins Meer.‘‘ Im Niederländischen: ,,We gaan samen in zee‘‘ heißt keineswegs, dass man gemeinsam in die Nordsee taucht.&lt;br /&gt;In korrektem Deutsch heißt das: ,,Wir packen die Sache gemeinsam an.‘‘ Oder: ,,Wir kooperieren.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn Holländer sagen: ,,Das ist alter Kuchen,‘‘ dann meinen sie: ,,Das ist kalter Kaffee.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn sie sagen: ,,Er treibt gut‘‘ - ,,hij is echt goed op dreef‘‘ auf Niederländisch, wollen sie sagen: ,,Der Typ ist ganz gut drauf.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn sie die ,,Katze aus dem Baum gucken,‘‘ meinen sie, dass sie ,,die Katze nicht im Sack kaufen wollen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn sie ,,durch die Bank genommen einverstanden sind,‘‘ bedeutet das: ,,Generell kann ich dem zustimmen.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umgekehrt wundern sich Niederländer, wenn ein Deutscher sie fragt: ,,Kommen Sie klar?‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;,,Klar komen‘‘ - Klar komen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Iederen van u weet wat daarmee in het Nederlands bedoeld is.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss der Klassiker:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;,,Ich belle Sie an,‘‘ sagt der niederländische Geschäftsfreund beim Abschied.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er meint damit aber nicht, dass er sich plötzlich in einen Hund verwandelt hat oder dass er böse geworden ist, sondern er will lediglich sagen: ,,Ich rufe sie an.‘‘&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also dann: ,,Tot ziens‘‘ oder ,,Auf Wiedersehen‘‘ bis zum nächsten Mal - ,,tot de volgende keer‘‘, was nun überhaupt nichts mit Verkehr zu tun hat, schon gar nicht mit dem sexuellen, dem Geschlechtsverkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Aber Sex, Sexapeal hat sie schon, die deutsche Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sollten Sie in den Niederlanden Ihren Schülern vermitteln. Da ist Ihr Job!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Versuchen Sie es mit Peter Fox, mit Goethe und Schiller, mit Tokio Hotel, mit Rammstein, mit Udo Lindenberg, mit Nena, mit Martin Walser, Daniel Kehlmann, Heidi Klum, Karl Lagerfeld, Claudia Schiffer oder Bruno Jonas.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;***&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werte Gäste:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kenne eine Universität hier in den Niederlanden mit vielen ausländischen Studenten. Auch viele Deutsche studieren da. Die niederländischen und deutschen Studenten sprechen aber nicht Deutsch oder Niederländisch miteinander, sondern Englisch. Ist ja ok. &lt;strong&gt;Englisch ist nun mal die Lingua Franca der Moderne.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber - und das sollte Ihnen zu denken geben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- die Stadt, die sie, die Niederländer und die Deutschen an dieser Uni al Reiseziel am ,,geilsten‘‘ finden - das ist: - raten sie mal -&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;das ist: Berlin!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und in Berlin, da wird halt Deutsch gesprochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl wir in Bayern das schönere Deutsch sprechen, nämlich bayrisch oder fränkisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mir san mir in München.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wir sind: Frank und frei in Würzburg und in Nürnberg.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder wir sagen: Do draad noe, do is drokene boda, wennst neifälst hast bech kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verstanden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Aber Bayrisch oder noch besser: Fränkisch, das lerne ich Ihnen gerne in einem Privatkurs.&lt;br /&gt;Sie können ihn jetzt direkt bei mir buchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also auf geht´s liebe Leut: Deutsch ist eine ,,coole‘‘ Sprache. Go for it. Learn it, teach it, speak it!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und Deutsch hat viele Variante. Das Schwyzer-Dütsch beispielsweise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Lieblingssatz&lt;strong&gt;: ,,Om halbe vierie in Züri auf ein Kübli‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verstanden ? In Hochdeutsch: Um halb vier in Zürich auf ein Glas Champagner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Österreicher ,,jausen‘‘ wenn die Hamburger ,,Abendbrot essen‘‘ oder die Bayern ,,Brotzeit machen.‘‘ Und &lt;strong&gt;Karl Kraus&lt;/strong&gt;, dieser Schelm, hat die sprachlichen Unterschiede zwischen Deutschen und Österreichern in dem schönen Bonmot zusammengefasst: &lt;strong&gt;,,Es ist die gemeinsame Muttersprache, die uns trennt.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Recht hat er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber zum Abschluss nochmal, mein Lieblingszitat von Goethe als meine Hommage an die Deutsche Sprache  - für Sie:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;,,Wunsch und Wünsche zu erlangen, &lt;br /&gt;schaue nach dem Glanze dort,&lt;br /&gt;säume nicht dich zu erdreisten, &lt;br /&gt;alles kann der Edle leisten.‘‘&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danke für ihre Aufmerksamkeit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Link: &lt;a href=&quot;http://www.ebn.nl/trabitour&quot;&gt;www.ebn.nl/trabitour&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;/ Textende / Copyright © by HELMUT HETZEL / Den Haag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
	</entry>
	<entry>
		<title>The Thomas Crown Affair</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/282-the-thomas-crown-affair"/>
		<published>2010-03-02T00:01:54Z</published>
		<updated>2010-03-02T00:01:54Z</updated>
		<id>http://hetzelmedia.com/kunst-und-kultur/282-the-thomas-crown-affair</id>
		<author>
			<name>Helmut Hetzel</name>
		<email>helmut@helmuthetzel.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/thomas-crown-affair.jpg&quot; alt=&quot;The Thomas Crown Affair&quot; title=&quot;The Thoams Crown Affair&quot; /&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Everything is never quite enough&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;{youtube}69IizT4KxaY{/youtube}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://hetzelmedia.com/images/stories/thomas-crown-affair.jpg&quot; alt=&quot;The Thomas Crown Affair&quot; title=&quot;The Thoams Crown Affair&quot; /&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Everything is never quite enough&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 18pt;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
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